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Testride Harley-Davidson Electra Glide Ultra Limited

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Zweiradluxus vom Feinsten

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( Archiv: Vogel Business Media )

Wenn ich König von Deutschland wär’, dann besäß’ ich zweifelsohne gerne die Eigentumsrechte an diesem wahrhaft spektakulären Bike: der Harley Electra Glide Ultra Limited. Sie ist das Touring-Top-Serienmodell in der Harley-Familie, ein Kreuzfahrtschiff auf zwei Rädern, eine stattliche Portion Eisen für jeden Biker!

Die feine Ausstattung sucht ihresgleichen: ein Brembo-Dreischeiben-Bremssystem mit ABS, Zwölf-Volt-Steckdose für Handy, Navin oder andere Zubehör-Goodies, beheizte Lenkergriffe, Koffer und Topcase mit edlen Innentaschen und ein Soundsystem von Harman Kardon, das einem die mobilen Klangwelten mit einer Maximalleistung von 80 Watt auf die Ohren haut.

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Zweiradluxus vom Feinsten für unter 30.000 Euro

Die Vielzahl an exklusiven Features gestaltet die Fahrt vor allem auf Langstrecken äußerst angenehm. Zum täglichen Brötchenholen um die Ecke taugt der 413-Kilo-Koloss freilich nur bedingt. Dafür eignet er sich aber absolut zum gemütlichen City-Cruisen, was meine Würzburger Mitbürger in diesem Sommer gleich massenhaft die Köpfe verrenken ließ.

Der V-Twin mit 1.690 Kubikzentimetern Hubraum entfaltet seine gigantischen Kräfte perfekt aus dem Drehzahlkeller heraus. Bereits bei 3.500 Umdrehungen – was manch andere Motorräder bereits für den Leerlauf benötigen – liegt bei der Ultra ihr maximales Drehmoment von 134 Newtonmetern an. Über ein sauber schaltbares „Cruise Drive“-Sechsganggetriebe gelangt die Kraft brachial, aber exakt dosiert auf die Straße. Nie war Treckerfahren auf zwei Rädern so emotional!

Was bei diesem Hammerbike besonders ins Auge sticht, sind die kontrastierenden Chromakzente, wohin man blickt – zum Beispiel an den 28-Speichen-Leichtmetall-Gussrädern –, sowie die titanfarbenen, von LEDs hinterleuchteten Instrumenten-Ziffernblätter.

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Cool kommt auch die klassische „Batwing“-Verkleidung mit belüfteten Beinschildern und einstellbaren Windabweisern. Die Maschine verfügt – selbstredend bei einem Moped in dieser Preisklasse – über das selbstaktivierende Sicherheitssystem mit Wegfahrsperre und Alarmanlage. Die Versicherungen freut’s, reden wir doch über einen Wiederbeschaffungswert von 27.995 Euro!

Fazit: Der Sound dieser Maschine haut mich einfach vom Hocker, der Durchzug und die Kraft des Edelhobels sind phänomenal. Dieses Bike verdient das Prädikat suchtfördernd. Die Ausstattung ist auf sehr hohem Niveau, ohne dass der Fahrer überfordert wäre. Selbst die Geschwindigkeitsregelanlage – für den deutschen Durchschnittsbiker durchaus eine Herausforderung – lässt sich intuitiv bedienen.

Das Fahrwerk verdient dank des torsionssteifen Touring-Rahmens gute Noten, die durch die luftunterstützten Federelemente am Heck noch besser werden. Als Sporttourer geht die Ultra nicht durch, aber wer den geilsten Motor der Company sucht, wird hier definitiv fündig.

Also, Leute: Ran an die eisernen Rationen; kündigt die demnächst fälligen Festgeldanlagen!

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