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Testride Honda Transalp

| Redakteur: Konrad Wenz

Die winklige Landstraße ist das bevorzugte Terrain der Honda Transalp

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( Archiv: Vogel Business Media )

Leicht, wendig, in jeder Fahrsituation sicher – das sind einige Attribute, mit denen sich die Honda Transalp beschreiben lässt. Der japanische Hersteller gab schon 1987 – damals kam die Transalp auf den Markt – für seine Reiseenduro an, dass sich dieses Motorrad auf allen Terrains der Welt wohlfühlt. Die in erster Linie auf die normale Straße ausgerichtete Transalp lässt auch den Einsatz im leichten Gelände zu und ist selbst auf Schotter gut beherrschbar. Aber das bevorzugte Terrain ist eindeutig die kurvenreiche Landstraße.

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Tatsächlich scheinen die technischen Daten der im Jahr 2008 überarbeiteten Transalp für winklige Passstraßen wie geschaffen: Der Motor mit 680 Kubik und 44 kW/60 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 60 Newtonmetern bei 6.000 Umdrehungen, Einspritzung und 214 Kilogramm versprechen Fahrspaß pur. Das Fünfganggetriebe ist gut zu schalten, und die Transalp erfüllt auch die Ansprüche des umweltbewussten Bikers, da sie mit geregeltem Kat und Lambdasonde ausgerüstet ist. Durch das verkleinerte Vorderrad (19 statt vorher 21 Zoll) ist der Japaner leicht zu händeln. Für 600 Euro Aufpreis bekommt der Enduro-Freund das Honda-Combined-ABS, bei dem Hand- und Fußbremshebel jeweils auf Vorder- und Hinterrad gleichzeitig einwirken.

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Wie schon erwähnt, ist das Motorrad wie geschaffen für winklige Passstraßen – von daher kann man den Namen Transalp getrost wörtlich nehmen. Zwar waren wir nicht in den Alpen unterwegs, aber das Sauerland ist mit seinen vielen Stauseen und Wäldern auch bestens für ausgedehnte Motorradtouren geeignet. Die Testmaschine war mit reichlich sinnvollem Zubehör ausgestattet: Das Honda-Navi wies uns sicher den Weg, und in den Seitenkoffern ließ sich einiges an Gepäck verstauen. Zu alledem machte die Griffheizung die feuchtkalten Oktobertage etwas erträglicher. Und nach der Tour ließ sich die Transalp auf dem montierten Hauptständer sicher parken.

Viel Zubehör im Angebot

Das direkt über Honda lieferbare Zubehör macht die Reiseenduro quasi zu einem Tourer. Die Sitzposition lässt fast keine Wünsche offen (für kurzbeinige Biker ist sie vielleicht etwas zu hoch), man fühlt sich sofort wohl und ist gut für die große Tour gerüstet – das gilt übrigens genauso für die Sozia. Die Sitzbank ist ausreichend gepolstert und breit, sodass man selbst nach stundenlanger Fahrt keine Sitzfleischprobleme bekommt.

Allerdings: Für einen echten Tourer fehlt es der Transalp an Leistung. Denn wenn man auf die Idee kommt, mit Sozia und Gepäck in einer ambitioniert fahrenden Biker-gruppe mit echten Tourern mithalten zu wollen, stößt die Reiseenduro an ihre Leistungsgrenzen. Dann heißt es entweder warten für die anderen oder hecheln für den Transalp-Fahrer. Der ansonsten wirklich große Fahrspaß mit der Japanerin verliert sich dann recht schnell.

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