Testride Roller Rivero Phönix

Autor / Redakteur: jan Rosenow / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Der Rivero Phönix aus dem Programm des Großhändlers Demharter hat nichts mit dem sagenumwobenen Vogel gemein, der verbrennt und aus seiner Asche verjüngt wieder aufersteht; er ist ganz einfach ein braver und alltagstauglicher Roller für den Stadtverkehr.

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Der Rivero Phönix ist ein ebenso praktisches wie schickes Stadtmobil.
Der Rivero Phönix ist ein ebenso praktisches wie schickes Stadtmobil.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zügig auf Stadttempo

Kurzstreckeneinsatz in der City, Ampelhopping, kleine Einkäufe ohne Parkplatzsorgen: Das ist es, was ein Roller beherrschen muss. Und dabei schlägt sich der Rivero Phönix gut.

Nach der etwas langwierigen Startprozedur – der Anlasser sollte schon mindestens fünf Sekunden orgeln, um den luftgekühlten Viertakter zum Leben zu erwecken – erfreut ein kräftiger Sound das Ohr des Fahrers.

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Zügig und mit sonorem Brummen setzt sich der Phönix in Bewegung und erreicht schnell das erlaubte Stadttempo – schnell genug, um beim Ampelstart vor den Autos zu bleiben. Auf der Landstraße fühlen sich der kleine Chinese mit seinen acht PS und sein Fahrer allerdings nicht mehr so wohl.

Mit nur 113 Kilogramm Gewicht und den kleinen Rädern ist das Handling kinderleicht. Die Bremsen fühlen sich zwar etwas teigig an, bringen das Gefährt aber zuverlässig und auf kurzen Wegen zum Stehen.

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Helmfach ist zu klein

Rollertypisch eingeschränkt ist der Fahrkomfort. Zwar fallen die 13-Zöller nicht in jedes Schlagloch hinein, aber die kurzen Federwege übermitteln dennoch einen äußerst präzisen Fahrbahnzustandsbericht. Auf manch berüchtigter Würzburger Rüttelpiste gab die Vorderradaufhängung Geräusche von sich, die um das Überleben des Rollers fürchten ließen – aber abgebrochen ist nie etwas.

Wo liegen die Nachteile des Phönix? Da ist zum einen das zu kleine Helmfach, in das wirklich nur äußerst kompakte Jethelme passen. In Linkskurven setzt der abstehende und schlecht bedienbare Seitenständer viel zu früh auf – schon beim schnellen Abbiegen künden Kratzgeräusche vom der beginnenden Zerspanung. Davon abgesehen kann man mit dem Phönix gut leben.

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