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Timms Zweiradschmiede: Erfolgreicher Alleinunterhalter

| Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Martina Eicher

Timms Zweiradschmiede gewann beim »bike und business«-Award „Motorradhändler des Jahres 2014“ in der Kategorie Freie Werkstatt.

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Für Timm Lösenbeck war die Selbstständigkeit genau der richtige Schritt.
Für Timm Lösenbeck war die Selbstständigkeit genau der richtige Schritt.
(Foto: Konrad Wenz)

Wenn auf einen Laden das Attribut One-man-show passt, dann ist es wohl „Timms Zweiradschmiede“ in Lüdenscheid. Engagiert und mit viel Leidenschaft betreibt Timm Lösenbeck seine Geschäftsidee. Die besteht in erster Linie darin, dass er für seine Kunden gebrauchte Motorräder zum gewünschten Preis besorgt. Mit dieser Idee hat er gegenüber allen anderen Teilnehmern am »bike und business«-Wettbewerb „Motorradhändler des Jahres“ ein Alleinstellungsmerkmal. Dies macht ihn gleichzeitig auch nicht vergleichbar mit seinen Konkurrenten. Sein Engagement und Selbstbewusstsein begeisterten allerdings die Jury des Wettbewerbs, sodass sie den Sonderpreis „Freie Werkstatt“ an Timms Zweiradschmiede vergab.

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Seit April 2013 betreibt Lösenbeck sein Geschäft in einer gepachteten Halle an einer der Haupteinfallsstraßen nach Lüdenscheid. Das notwendige Startkapital von 100.000 Euro bekam er von der Sparkasse Lüdenscheid. Auch die Banker konnte der engagierte junge Mann überzeugen. Sein Geheimnis: Er schlug mit einem komplett durchdachten Businessplan bei dem Geldinstitut auf und konnte aufzeigen, wie er sich die Entwicklung seines Geschäfts und die monatliche Bedienung des Darlehens vorstellte. Und der Erfolg gibt dem Jungunternehmer Recht.

Der eine oder andere mag sich nun fragen, wofür Lösenbeck ein so hohes Darlehen benötigt hatte. Denn um den An- und Verkauf von gebrauchten Motorrädern zu finanzieren, die zudem zum größten Teil schon vorbestellt sind, braucht es sicherlich keine 100.000 Euro. Die Antwort ist einfach: Timm Lösenbeck hatte vorher nichts. Kein Kapital, um die ersten mageren Monate zu überbrücken, keine Werkstattausrüstung, keine Räumlichkeiten – lediglich den Traum von der Selbstständigkeit konnte er in die Waagschale werfen. Und als dieser geboren wurde, hatte Lösenbeck nicht mal einen Meistertitel als Zweiradmechaniker in der Tasche.

Lösenbeck arbeitete zuvor beim örtlichen Honda- und Aprilia-Händler. Nachdem er dort seine Ausbildung zum Zweiradmechaniker absolviert hatte, gab es für ihn nur noch einen Gedanken: „Ich muss hier weg!“ Das sollte ihn aber nicht in das nächste abhängige Arbeitsverhältnis führen, sondern in die Selbstständigkeit. „Das war eigentlich schon immer mein Traum. Seit dem fünfzehnten Lebensjahr habe ich an Motorrädern geschraubt, das heißt, ich habe mein Hobby zu meinem Beruf gemacht“, erklärt Lösenbeck.

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