Touratech: 15.000 Gäste und ein rauschendes Geburtstagfest

Redakteur: Maxim Braun

Tolle Stimmung herrschte beim Touratech Travel Event 2015, das im Zeichen des 25-jährigen Firmenbestehens seinem Ruf als größtes Treffen von Motorradreisenden alle Ehre machte.

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Ganz unverbindlich konnte man verschiedene Bikes Probe fahren.
Ganz unverbindlich konnte man verschiedene Bikes Probe fahren.
(Foto: Touratech)

„Das Travel Event hat ein ganz neues Level erreicht“, zeigte sich Touratech-Chef Herbert Schwarz überwältigt vom Besucherandrang, der Stimmung und der Organisation. Rund 15.000 Besucher aus allen Teilen der Welt und ein abwechslungsreiches Programm machten das Touratech Travel Event 2015 zu einer unvergesslichen Veranstaltung. Dem Anlass entsprechend hatten rund 70 Aussteller das Gelände in eine einzige Festmeile verwandelt. Dabei zogen die imposanten Showtrucks von Nolan, Metzeler, BMW, Ducati, KTM und Suzuki und erstmals auch Yamaha sofort die Blicke auf sich. Yamaha hatte als besondere Schmankerl zwei Rallye-Motorräder mitgebracht: die XT 1200 Z Rally von David Fretigné und Bacou Charbonniers Paris-Dakar-Bike von 1986, die Sonauto XT 600 Ténéré. Im nagelneuen BMW-Truck bescherten drei Fahrsimulatoren virtuelle Rennstrecken-, Cruising- und Offroad-Erlebnisse.

Die umfangreichen Probefahrtmöglichkeiten waren wie immer ein Renner: Nicht allzu oft bekommt man schließlich die Möglichkeit ganz unverbindlich die verschiedensten Bikes zu testen. Wer lieber auf dem eigenen Motorrad saß, konnte bei gemeinsamen Touren und Ausfahrten die Schönheiten der Region entdecken und dabei die Hausstrecken der Tourguides kennenlernen. Im Handumdrehen ausgebucht waren die geführten Offroad-Touren, die dazu einluden, eine Reiseenduro einmal ganz legal im Gelände zu bewegen.

Touratech Travel Event 2015
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Das Touratech-Event-Gelände war um ein neues, mit einer Tribüne versehenes Areal erweitert worden. Vor einer riesigen Zuschauerkulisse wurde hier am Samstagabend auch das spektakuläre Finale der BMW Motorrad GS Trophy Germany 2015 ausgetragen. Nicht nur in der Vortragshalle, sondern auch auf einer zusätzlichen LED-Bühne wurde das Publikum mit Videos, Trailern und Reisefilmen unterhalten, während Reifen-, GPS-, Foto- und Reiseworkshops Tipps und Tricks für die nächste Tour vermittelten.

Doch das Travel Event bot nicht nur jede Menge Information, sondern auch Inspiration: Es sind die Menschen und ihre Geschichten, die neuen und alten Freundschaften und die Gesprächsrunden, die dieser Veranstaltung ihr besonderes Flair geben und Fernweh wecken. Interessante Gäste gab es zuhauf, zum Beispiel den Niederländer Sjaak Lucassen, der auf einer Yamaha YZF-R1 250.000 Kilometer um die Welt gefahren war. Oder den Argentinier Germán Guntern, 2014 Teilnehmer an der Internationalen BMW Motorrad GS Trophy in Kanada. Er hatte sich sein ehemaliges Trophy-Bike in München abgeholt und das Touratech Travel Event als Startpunkt gewählt, um mit seiner Frau Claudia auf Weltreise zu gehen.

Auf der Hauptbühne wechselten sich Ausstellerinformationen, Bikepräsentationen und Interviews ab. Hier kam auch der Pionier der Motorradabenteurer zu Wort: Der 84-jährige Ted Simon, dessen Buch „Jupiters Travels“ über seine Weltumrundung von 1973 bis 1977 auf einer Triumph Tiger 100 Kultstatus erlangte. Ein Werk, das auch Ewan McGregor und Charley Boorman zu ihrem Projekt „Long Way Round“ inspiriert hatte. 2001, mit 70 Jahren, wiederholte Ted Simon diese Reise auf einer BMW R 80 GS und fasziniert auch im hohen Alter noch mit seinen Erkenntnissen und Betrachtungen über das Unterwegssein und das Leben an sich.

Ein Rundgang über das Travel-Event-Gelände glich ebenfalls einer kleinen Weltreise: Partner, Distributoren und Delegationen unter anderem aus Australien, USA, Brasilien, Russland und China, eine 20-köpfige Besuchergruppe aus Thailand und 24 Zweiradfans aus Costa Rica sorgten für internationales Flair. Distributoren, die nicht persönlich anwesend sein konnten, hatten ihre Jubiläumsgrüße per Video geschickt. So gut besucht wie nie waren die Abendveranstaltungen: Zwischen der Madagaskar-Multivisionsshow des österreichischen Abenteurers Joe Pichler und den humorvoll präsentierten Rallye-Erfahrungen von Dirk Schäfer zeigten die Touratech-Vorstände Herbert Schwarz und Jochen Schanz am Freitagabend einen filmischen Zusammenschnitt unter dem Motto „15 Minuten Peinlichkeiten aus 25 Jahren Touratech“.

Ein Highlight am Samstagabend war die Premiere des neuen Touratech-Films „#whereverwego“ über die in eine Retroperspektive eingebettete Neuseelandreise von Ramona und Herbert Schwarz. In einer stimmungsvollen Collage aus Bildern und filmischen Szenen, in der verschiedene Zeitstränge miteinander verwoben sind, wird ein authentisches Bild vom Leben der beiden Motorradreisenden gezeichnet. Dabei ist der Name Programm: Der Filmtitel #whereverwego soll die Menschen animieren, ihre ganz persönlichen Reisestorys unter diesem Hashtag ins Netz zu stellen. An die 6000 Zuschauer hatten sich nach der Siegerehrung zur BMW Motorrad GS Trophy Germany 2015 unter dem Polygonzelt versammelt, um mit Ramona und Herbert Schwarz die Faszination des Motorradreisens zu erleben.

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