Triumph: Auf neuen alten Wegen

Scrambler-Modelle mit Tradition

| Autor / Redakteur: Ulf Böhringer/SP-X / Viktoria Hahn

Auch als Sondermodell "White and Green" erhältlich.
Auch als Sondermodell "White and Green" erhältlich. (Bild: Triumph)

Die Engländer bekennen sich mit zwei völlig neuen 1200er Scrambler-Modellen zur gleichwertigen Verbindung der Elemente Straße und Gelände.

Triumph hat ein einst von BMW formuliertes Marktsegment wiederentdeckt, das seit längerer Zeit verwaist ist. Nun schicken sich die Engländer an, die Klasse der Universal-Motorräder mit Geländeeignung mittels zweier Modellvarianten zu belegen. Während die Scrambler 1200 XC als topmoderne Interpretation des Gedankens der Vereinbarung von Straßenspaß und Geländefreuden zu ungefähr gleichen Teilen gelten darf, dürfte sich die Version Scrambler 1200 XE dank noch längerer Federwege im Offroadeinsatz besser in Szene setzen.

Back to the roots

Erstmals war ein Serienmotorrad dieser Gattung 1980 mit der seinerzeitigen R 80 G/S von BMW auf den Markt gebracht worden; allerdings wurden die „Urmutter aller Reiseenduros“ und alle ihre Nachfahren verschiedener Hersteller im Lauf der Zeit durch die Ausrüstung mit Verkleidungselementen immer umfangreicher ausgestattet. Triumph kehrt nun zum ursprünglichen Ansatz zurück, peppt ihn aber zugleich mit einer sehr klassischen Formgebung auf und huldigt damit dem gegenwärtigen Zeitgeschmack.

Durch die Gegend strolchen

Der Scrambler-Gedanke hat bei Triumph eine lange Tradition. Schon in den 1960er Jahren gab es Umbauten von unverkleideten Straßenmotorrädern, die das „durch die Gegend strolchen“ – so könnte man „scramblern“ übersetzen – mittels stärker profilierter Reifen und etwas längerer Federn erleichterten. Unerlässliches Kennzeichen eines lässigen Scramblers war bereits damals eine hochgelegte Auspuffanlage. Berühmtester Markenbotschafter war der US-Schauspieler Steve McQueen, der sowohl privat wie auch im Film („The Great Escape“) mit umgebauten Triumph-Modellen unterwegs war. Die neue Triumph 1200 Scrambler nimmt den Grundgedanken des „scramblerns“ auf, integriert aber zugleich sämtliche elektronischen Helferlein, die der Markt derzeit hergibt: Die formal klassisch-puristisch auftretenden Briten-Scrambler weisen von der Traktionskontrolle über eine Geschwindigkeitsregelanlage und das Kurven-ABS bis zum schlüssellosen Startsystem so gut wie alle momentan verfügbaren Komfort- und Sicherheitsgoodies auf. Mit der erstmaligen Integration eines integrierten Steuerungssystems für die bei vielen Motorradfahrern beliebten GoPro-Kameras betreten die Briten Ausstattungs-Neuland. Neu für Triumph ist der Aspekt Connectivity, also die Integration eines Smartphones in die Fahrzeug-Elektronik.

Hochwertige Hardware

Aber nicht nur an der Software hat Triumph bei den beiden Scramblern hohen Aufwand getrieben; auch bei der Hardware haben die Engländer nicht gespart. So wird die Aluminium-Hinterradschwinge in Handarbeit gefertigt und die Speichenräder mit Alufelgen ermöglichen den Einsatz schlauchloser Reifen, wobei die Vorderräder beider Modelle den im Gelände vorteilhaften Durchmesser von 21 Zoll aufweisen. Verzögert wird mit extrem groß bemessenen Doppelscheibenbremsen, in die sich Brembo Monobloc-Zangen des sehr hochwertigen Typs M50 festbeißen. Die Showa-Upside-down-Gabel ist gleichermaßen voll einstellbar wie es die in allen Parametern regulierbaren Öhlins-Federbeine sind. Bei den Materialien treibt Triumph ebenfalls überdurchschnittlichen Aufwand; so werden beispielsweise die Kotflügel aus Aluminiumblech hergestellt sind und deren Oberflächen gebürstet. Auch die nahtlose Ausführung des 16-Liter-Tanks und der klappbare Tankdeckel im Monza-Stil sind in diesem Zusammenhang eine Erwähnung wert.

Inhalt des Artikels:

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