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Triumph kündigt neues Einsteigermodell Trident an

| Autor: Jan Rosenow

Die englische Marke reaktiviert einen ihrer bekanntesten Modellnamen für ein neues Motorrad, das im Frühjahr 2021 auf den Markt kommen soll. Triumph verspricht einen „wettbewerbsfähigen Preis“ und will damit eine neue Fahrergeneration ansprechen.

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Die neue Trident zeigt sich modernes, aber minimalistisch gestaltetes Naked Bike.
Die neue Trident zeigt sich modernes, aber minimalistisch gestaltetes Naked Bike.
(Bild: Grant Evans)

Der englische Motorradhersteller Triumph hat in einer Videokonferenz den Designprototypen seines neuen Einsteigermodells namens Trident vorgestellt. Das sportliche Naked Bike mit Dreizylindermotor soll im kommenden Frühjahr auf den Markt kommen. Zu den technischen Daten und zum Preis machte das Unternehmen noch keine näheren Angaben.

Heute sind die preisgünstigsten Modelle im Triumph-Programm die Street Triple S (Grundpreis: 8.450 Euro) und die Street Twin (Grundpreis: 9.050 Euro). Den Offerten der Japaner wie den ungemein erfolgreichen Mittelklasse-Roadstern Yamaha MT-07 und Kawasaki Z 650 haben die Briten bislang nichts entgegenzusetzen, obwohl sie mit ihrer Produktion in Thailand sicherlich imstande sind, ein solches Einsteigerbike auch profitabel anzubieten. Die Bilder des weißgetünchten Prototypen lassen jedenfalls einen kostengünstigen Stahlrahmen statt des aufwendigen Aluminium-Gusswerks der Street-Triple-Baureihe vermuten. Auch die minimalistischen Plastics deuten auf eine kostenbewusste Konstruktionsweise hin.

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Von den Konkurrenten im Segment soll sich die Trident durch ihren markentypischen Dreizylinderantrieb unterscheiden, der laut Triumph-Pressemitteilung viel Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen bieten soll. Auf den veröffentlichten Bildern gleicht der Motor dem bekannten Dreizylinder aus der Street Triple, der in den zwei Hubraumstufen 660 und 765 Kubikzentimetern angeboten wird. Die Vermutung liegt nahe, dass die Engländer die hubraumschwächere Version in die neue Trident implantieren und sie mit einer Leistung von 70 kW/95 PS (beziehungsweise optional 35 kW/48 PS) anbieten werden. Damit könnte sie die rund 75 PS starken japanischen Zweizylinder auf Distanz halten und würde zugleich ein vergnüglicheres Motorerlebnis bieten als die leistungsgleiche, vierzylindrige Honda CB 650 R.

Außer mit dem einzigen Dreizylinder in der Mittelklasse soll sich die Trident zudem durch „führende Technologie“ von der Konkurrenz abheben, verspricht der Hersteller. Damit dürfte im wesentlichen die Ausstattung mit elektronischen Fahrerassistenzsystemen und Vernetzungsoptionen gemeint sein. Zwar ist auf den veröffentlichten Bildern des Designprototyps lediglich ein klassische Rundinstrument zu sehen, aber Triumph zeigt ja bei der Scrambler 1200, dass sich in diesem Gewand auch modernste Funktionen bis hin zur Steuerung von Kamera und Navigationssystem unterbringen lassen.

Die zweite Auferstehung des Namens Trident

Mit dem Namen Trident greift Triumph auf seine große Markengeschichte zurück. Erstmals trug ihn das 1968 lancierte Spitzenmodell mit seinem damals revolutionären, 43 kW/58 PS starken Dreizylindermotor. Als der Unternehmer John Bloor eine neue Motorradproduktion unter dem Markennamen Triumph etablierte, war unter der ersten, 1990 vorgestellten Modellpalette natürlich wieder eine Trident zu finden – diesmal als modern gestaltetes Naked Bike mit 748 oder 885 Kubikzentimetern. Die Baureihe wurde aber mit dem Ende der Produktion des ersten Triumph-Modellbaukastens, der auf einem Zentralrohrrahmen basierte, eingestellt. Nun erlebt die Trident also ihre zweite Auferstehung – diesmal als preisgünstiges Einsteigermodell.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group