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Triumph steigert Umsatz und Gewinn

Der britische Motorradbauer hängt im Geschäftsjahr 2009/2010 (Stichtag: 30. Juni) am Gas: Der Umsatz klettert um 3 Prozent, der Gewinn versechsfacht sich

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Das Triumph-Hauptquartier in Hinckley äußerst sich zufrieden über das Geschäftsjahr 2009/2010 (Stichtag: 30. Juni).
Das Triumph-Hauptquartier in Hinckley äußerst sich zufrieden über das Geschäftsjahr 2009/2010 (Stichtag: 30. Juni).
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die Triumph Motorcycles Group zeichnete sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 ungeachtet aller negativen Rahmenbedingungen durch eine solide Wirtschaftsentwicklung aus“, heißt es in einer Firmenmitteilung. Die vorgelegten Geschäftszahlen für das am 30. Juni abgelaufene Wirtschaftsjahr weisen insgesamt einen um drei Prozent gestiegenen Umsatz aus.

Der britische Motorradhersteller konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 die positive wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen. Der Umsatz der gesamten Triumph-Gruppe stieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 um drei Prozent von 303,8 Millionen Pfund (358 Millionen Euro) auf 312,4 Millionen Pfund (368,1 Millionen Euro).

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Im betrachteten Zeitraum fiel der Absatz von Motorrädern um 1,5 Prozent von 46.225 auf 45.501 Einheiten. Angesichts der rückläufigen globalen Entwicklung von minus 18 Prozent (Motorräder über 500 cm³) bewertet das Triumph-Management diese Entwicklung sogar als Erfolg, der in erster Linie auf die Modellpolitik mit attraktiven neuen Motorrädern und die aktive Händlerschaft zurückzuführen sei.

Optimierte Kostenkontrolle

Im Geschäftsjahr 2010 stieg der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern von 2,5 Millionen Britischen Pfund (2,95 Millionen Euro) auf 15,1 Millionen GBP (17,8 Millionen Euro). Grund dafür seien der starke Verkauf von Motorrädern und zugeordneten Produkten, eine optimierte Kostenkontrolle, die bessere Ausnutzung von Arbeitskapital und günstigere Wechselkurse.

2010 sei ein besonders schwieriges Jahr für die weltweite Motorradindustrie gewesen. Der globale Markt für Motorräder über 500 cm3 Hubraum fiel um rund 50 Prozent gegenüber dem Höchststand vor drei Jahren. Nichtsdestotrotz hätte Triumph ein starkes Jahr 2010 gehabt dank der Bemühungen des weltweit agierenden Teams inklusive der Händlerschaft.

Sorge um die Marktentwicklung

Triumph ist nach eigenen Angaben „weiterhin sehr besorgt hinsichtlich der generellen Marktaussichten für das Geschäftsjahr 2011 infolge der anhaltenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und ihrer Auswirkungen auf das Konsumverhalten“. Der weltweite Markt ist rückläufig, besonders in den ersten drei bis sechs Monaten des Geschäftsjahres. Triumph erwartet, dass sich das im übrigen Jahr weiter fortsetzen wird.

Neue Modelle sind stets die Triebfeder für wirtschaftliches Wachstum, und so hat Triumph in der Krise die Ausgaben für die hauseigene Entwicklungsabteilung erhöht, um gestärkt in die nächsten Jahre gehen zu können. In diesem Jahr haben die Engländer bereits fünf neue Modelle vorgestellt, darunter die neue Speed Triple und die Tiger 800-Baureihe. „Die ersten Reaktionen der Händler, der Fachpresse und der Endverbraucher auf die neue Modellpalette 2011 sind äußerst positiv, so dass der britische Traditionshersteller durchaus zuversichtlich ins neue Geschäftsjahr geht“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

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