Tschö statt Superjeilezick

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Business Media)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 49/2017/I), Folge 558: Deutschland, deine Großprojekte – Stillstand am BER-Hauptstadtflughafen, Stuttgart 21 bohrt sich zäh und teuer dahin, Motorradgroßveranstaltungen? Rennserien wie die IDM? Überall Ringen...

...um Fortschritt und Zukunft. Die Auflagen und Sicherheitsbestimmungen nicht nur für prestigeträchtige Infrastrukturbauten sondern auch für große Motorradtreffen und -events in Metropolen nehmen überhand. Sag zum Abschied leise Tschö heißt es zum Beispiel jetzt in Köln. 2018 wird es keinen „Harley Dome Cologne“ geben. Schade. Denn vier Mal wurde in NRWs größter Metropole richtig zünftig gefeiert und die Motorradmesse gelesen.

Jetzt zieht der Veranstalter Harley-Davidson die Reißleine: Die wirtschaftliche Umsetzung des City-Großevents sei nicht mehr möglich, heißt es aus Neu-Isenburg. Leider werde es bis auf Weiteres nicht mehr möglich sein, die für Besucher kostenfreie Großveranstaltung im Innenstadtbereich der rheinischen Metropole wirtschaftlich umzusetzen; ein befriedigendes Alternativ-Areal sei nicht gefunden worden. Haben da etwa die Kommune oder gar der Staat wieder ein Auge auf die Rebellen auf zwei Rädern geworfen und die Hürden für so ein Rocker-Event höher gelegt? Obwohl Harley keine expliziten Gründe nennt – vieles spricht dafür.

Auf jeden Fall wirft der Kölner Vorgang ein Schlaglicht auf den (Veranstaltungs)-Standort Deutschland. Auch in Hamburg und anderswo weht Bikern, wenn sie in großen Scharen auftreten, ein scharfer Wind entgegen. Lärm, Gestank, Verbrennungsmotoren, „Born-to-be-wild“-Attitüden - all' diese Freiheiten werden von einem fröhlich wuchernden Bürokratiedickicht erstickt oder laufen Gefahr, auf dem Altar der Anhänger der politischen Correctness geopfert zu werden.

GroKo? Nein danke!

Apropos Politik. Gestatten Sie mir an dieser Stelle ein paar persönliche Anmerkungen zur aktuellen Lage in Berlin. Als wirtschaftliches Hemmnis erweist sich in meinem Augen nämlich zunehmend das große Politikpanorama unserer Zeit: Volk wählt, bürgerliche Parteien stürzen ab, eine möglich Jamaika-Koalition platzt, kommt jetzt wieder eine GroKo, welche das Volk doch eigentlich abgewählt hat? Es drohen erneut Bevormundung und Besserwisserei statt Aufbruch und Reformfreude.

Nichts weniger als die liberale Demokratie steht auf dem Prüfstand. „Deren Idee war es ja einst, dem mündigen Bürger die größtmögliche Freiheit zur Verfolgung seiner eigenen Ziele zu geben“, schreibt Thomas Meyer, Professor an der Universität Witten/Herdecke jüngst in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Regeln sollten aufgestellt werden, welche die Freiheit des einen nur begrenzen, wo die Freiheit des anderen beginnt. Politiker sollten diese Regeln finden und in Gesetze fassen und nicht den Bürgern einseitig aufzwingen.

Insofern wäre eine Minderheitenregierung, die jeweils bei bestimmten Vorhaben nach Mehrheiten sucht – wie zum Beispiel der Abschaffung des Solidaritätszuschlags oder Steuererleichterungen (was die Konjunktur zweifellos stimulieren würde) –, eine positive Sache. Zudem würden dann die Stimmen der Abgeordneten, also der gewählten Volksvertreter, wieder stärker ins Gewicht fallen und weniger die Parteiräson nach Muttis Gnaden.

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Verzeihen Sie mir als studiertem Politologen diesen kleinen Ausflug in die aktuelle Politik. Aber es muss doch einmal deutlich gesagt werden dürfen: Ich wünsche mir wieder mehr Freiheit für mündige Bürger! Mehr Drohnen in der Luft, weniger Rauchmelder in unseren Häusern, weniger Fahrverbote und Streckensperrungen auf der Erde. Weniger Verbote und behindernde Bürokratie, mehr Mut zum Aufbruch und einen gesunden Zukunftsoptimismus, der Herausforderungen und Risiken besser einschätzt und abwägt. Wie denken Sie darüber? Ich freue mich wie immer auf Ihre Meinung.

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