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Tu felix Austria – so geht starkes Händlerengagement heute!

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 10/I), Folge 670: In der vergangenen Woche durfte ich als deutscher Zweiradprofi an der österreichischen Zweiradtagung in Mondsee bei Salzburg nicht schlecht staunen...

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group)

...mit welcher Professionalität das Jahrestreffen des 2Rad-Fachausschusses der Wirtschaftskammer Österreich über die Bühne ging. Das Event zog über Teilnehmer aller wichtigen Motorradmarken an. Zwei Tage lang diskutierte die Szene, wie es um die Zukunft der Zweiradhändler in der Alpenrepublik bestellt ist und welche Rezepte helfen.

Ein Drittel der österreichischen Zweiradhändler sei in ihrer Existenz bedroht, wie Ferdinand O. Fischer, Sprecher des Zweiradhandels in der Wirtschaftskammer Österreich, das Schreckensszenario an die Wand malte. Rund 100 Teilnehmer waren an den Mondsee gekommen, darunter österreichische Dealerpartner u.a. der Marken Honda, Suzuki, Kawasaki, Yamaha, Harley-Davidson, KTM, Ducati , Piaggio, Aprilia, Triumph und BMW, um neue Ideen für eine profitablere Betriebszukunft zu finden. Am Ende des ersten Tages waren sie aufgerufen, neue Händlerverbände der jeweiligen Marke zu gründen bzw. in bereits bestehenden Verbänden den Organisationsgrad zu erhöhen. Eine Idee von Ferdinand Fischer, die auf äußerst fruchtbaren Boden fiel. So gibt es nun neben den Langzeit-Händlerverbänden von Harley-Davidson und BMW nunmehr auch Händlerverbände von Kawasaki, Ducati, Yamaha und Piaggio. Andere Markenverbände sind in Gründung.

Wo drückt der Schuh?

Was treibt Fischer an? Seine Händlerpartner und er fühlen sich vor allem von den Herstellern im Stich gelassen: „Wir haben bereits vor vier Jahren den Herstellern und Importeuren die Frage gestellt, ob und wenn ja, in welcher Funktion sie uns in fünf bis zehn Jahren in ihrem Vertriebssystem sehen. Bis dato hat praktisch niemand diese Frage beantwortet.“ Diskutiert wurde bei der Tagung daher vor allem die brennende Frage, wie die marktbeherrschende Position von Herstellern und Importeuren eingedämmt werden könne, um den Händlern mittelfristig ein Überleben oder aber zumindest ein faires Ausstiegsszenario zu ermöglichen. Die Tagung war geprägt von einem lehrreichen und inspirierenden Vortragsprogramm, das zahlreiche positive Impulse gab und von einer tollen Atmosphäre konstruktiv-kritisch nachfragender Markenhändler geprägt war.

So geht starkes Händlerengagement heute

Tu felix Austria – so geht starkes Händlerengagement heute. Kompliment an die österreichischen Motorradhändler! 100 Besucher, die aktiv an der Zweirad-Fachtagung des Verbandes teilnehmen – davon können die Händlerverbände und Innungen hierzulande auf ihren Mitgliederversammlungen oftmals nur träumen.

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