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Tu Felix BIV: Kontinuität und Fortschritt

Die Mitgliederversammlung des Bundesinnungsverbandes Deutsches Zweiradmechaniker-Handwerk fand am 17. und 18. November in Hilden statt.

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Der BIV besichtigte am Vorabend seiner Mitgliederversammlung in Hilden am 17. November die Classic Remise in Düsseldorf.
Der BIV besichtigte am Vorabend seiner Mitgliederversammlung in Hilden am 17. November die Classic Remise in Düsseldorf.
(Bild: Felix Lindhorst)

Wie immer stehen am Vorabend der BIV-Mitgliederversammlungen kulturelle oder branchentypische Highlights auf dem Rahmenprogramm. Diesmal besuchten die Delegierten am 17. November die Classic Remise in Düsseldorf. Dort wurden in einem geführten Rundgang die zahlreichen Oldtimerschätzchen mit vier aber auch zwei Rädern bestaunt.

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Prominenter Gast vor Ort war Hans Peter Wollseifer. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) begrüßte die Delegierten rund um Bundesinnungsmeister (BIM) Frank Döring und Geschäftsführer Marcus Büttner. Der oberste Handwerksrepräsentant Deutschlands wies auf den Stellenwert des Handwerks für die wirtschaftliche Stabilität des Landes und als wichtiger Arbeitgeber und Stellenmaschine hin. Als große Herausforderung für die Betriebe aller Gewerke bezeichnete Wollseifer den demografischen Wandel, der es schwer mache, in Zukunft geeignetes Fachpersonal zu finden und die Suche nach dem richtigen Nachfolger. Anschließend fand im Hildener Restuarant auf Einladung der BIV-Förderer Santander Consumer Bank und Bike by CarCarantie ein kulinarisches und netzwerkförderndes Abendessen im Restaurant "La Passione" statt.

Tags drauf stand in der neuen Geschäftsstelle des BIV im Haus des Kfz-Gewerbes NRW der interne und externe Teil der Mitgliederversammlung an. Wie immer berichtete der BIM über die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Geschäftsjahr wie das Projekt der bundeseinheitlichen Gesellenprüfung. Sie sei konkret angegangen worden und soll 2018/19 erstmals stattfinden. Ziel ist eine einheitliche Prüfungsordnung und ein bundeseinheitlicher Prüfungstermin. Die Datenpakete sollen mit den entsprechenden Sicherungsmaßnahmen elektronisch an die Bildungsstätten ausgeliefert werden.

Seit 2005 bemühe sich der Verband für seine Fahrradmitglieder, Mitarbeiter ohne adäquate Ausbildung an den Betrieb zu binden. Möglich werden soll dies durch Weiterbildungsmaßnahmen, die den Quereinstieg für handwerklich nicht vorgebildete Fachkräfte erleichtern soll. Hierzu beschäftige sich ein Arbeitskreis auch mit E-Learning-Modulen. Positive Effekte liefere die Zusammenarbeit mit der Bike & Co. (einem Verbund von über 680 Fachhändlern in ganz Deutschland), die bereits ihre eigene Mitarbeiter qualifiziert.

Auch bei dem für das gesamte Handwerk wichtigen Problematik der Unternehmensnachfolge gibt es bereits ein weiteres konkretes Ergebnis der Kooperation: die Online-Betriebsbörse Zweiradnachfolge. Vorgestellt wurde sie auf der BIV-Mitgliederversammlung von Felix Lindhorst von der BIV-Informationsstelle.

Desweiteren hob Frank Döring in seinem Bericht zur Lage der Zweiradnation hervor, dass unter der Ägide von Ernst Brehm eine Arbeitswertekommission ins Leben gerufen worden sei, welche die Daten überprüfe und den Gegebenheiten der modernen Technik anpasse.

Außerdem ist es dem Verhandlungsgeschick der BIV-Geschäftsführung zu verdanken, dass das Zweiradhandwerk nun auch Mitglied beim Unternehmerverband des Deutschen Handwerks (UDH) geworden ist. "Das wird den Verband stärken und den Einfluss in die Bundespolitik erhöhen", ist sich Döring sicher.

Den Informationshunger der BIV-Mitglieder stillten dann noch Felix Lindhorst mit seinen Ausführungen zur Betriebebörse und dem Thema "Der Motorradbetrieb als Prüfstützpunkt – bin ich morgen noch dabei?" Hier ging es in erster Linie um die neuen Vorschriften zur Lichtprüfung ab 1.1. 2018. Ein normkonformer Scheinwerfer-Prüfplatz muss bis dahin nachgewiesen werden. Zudem fordert der Gesetzgeber und Verordnungsgeber eine neue Überprüfung aller Messgeräte, die für die Scheinwerfereinstellung oder die AUK benötigt würden. Ab Januar 2019 muss das Abgastestgerät nonkonform kalibriert sein und nicht nur geeicht.

"Angestrahlt und abgemahnt – Bewerbung und Kennzeichnung von Fahrradbeleuchtungsartikeln" hieß der Vortrag von Christian Schlößner, Büchel GmbH & Co. KG.

Fazit: In Hilden präsentierte sich der BIV selbstbewusst und gut aufgestellt für die Herausforderungen der Zukunft. Der Umzug von Bonn in die neue Geschäftsstelle erweist sich als goldrichtig. Hier kann man nach allen Regeln der Kunst moderne Meetings abhalten und moderne Verbandsarbeit leisten. Die Geschäftsführung ist bei Marcus Büttner und seinem Team um Jennifer Fengler, Sandra Greven und Felix Lindhorst, das mit dem neuen Mitarbeiter Johannes Bömken als Referent der Geschäfstführung sogar noch Verstärkung bekommen hat, in besten Händen.

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