Tuning per 3-D-Kennzeichen: Unauffällig auffällig

Individualisierung und Händlers Kundenbindung

| Autor / Redakteur: Svenja Zeitler / Stephan Maderner

Dr. Michael Bauer: Tuning fürs Kennzeichen.
Dr. Michael Bauer: Tuning fürs Kennzeichen. (Bild: J. Untch/»bike und businees«)

Verkleidung, Sitz, Lenker – an einem Motorrad lässt sich so einiges nach dem eigenen Geschmack individualisieren und tunen. Inzwischen nun auch die Nummernschilder. In den neuen zweireihigen 3D-Kennzeichen von 3D-Twinline vereinen sich laut Dr. Michael Bauer Funktionalität und Optik.

Die kühle Luft einer Garage, der leichte Geruch nach Motoröl und Leder liegt in der Luft. Das Geräusch eines Reißverschlusses durchschneidet die Stille. Ein Mann mit kurzen grauen Haaren, nennen wir ihn Gerd, schließt gerade die Jacke seiner Kombi – grau-schwarz, genau wie sein Motorrad. Liebevoll, fast zärtlich streicht er über Verkleidung und Sitz seiner GS. Eine Wucht aus glänzendem Schwarz und Karbon. In die Tankverkleidung aus Karbon eingelassen glänzt das BMW-Logo. Auch an den Lenkergriffen, dem Windschutz, den Zylindern sind Karbonakzente zu sehen. Seine neueste Errungenschaft: ein 3D-Kennzeichen. Der letzte Feinschliff bei der Individualisierung seiner Maschine. „Beste Qualität, widerstandsfähig und einzigartig“, sagt er stolz und deutet dabei auf die karbonumhüllten Lettern auf seinem Nummernschild. Gerd ist nicht der einzige Motorrad-Liebhaber, der viel Zeit und Geld in die vollendete Individualisierung seiner Maschine investiert. Und dabei zeigt eben auch das kleinste Detail seine Wirkung.

Die Optik, die von Motorradliebhabern wie Gerd so sehr geschätzt wird, ist ein Hauptargument für den Entwickler der 3D-Twinline-Kennzeichen, Dr. Michael Bauer. Der studierte Kunststoffchemiker habe nicht verstanden, warum man bei der Anmeldung eines Fahrzeugs nur eine Kennzeichen-Variante zur Verfügung haben sollte. Deshalb entwickelt er die 3D-Kennzeichen aus Kunststoff, zunächst für Autos und seit kurzem nun auch in der zweireihigen Variante für Motorräder. „Beide sind selbstverständlich für den Straßenverkehr zugelassen.“, betont er.

Die Kunststoffkennzeichen mit hervortretenden, kaltverschweißten Lettern bieten nun eine Alternative zum klassischen Aluminiumkennzeichen, sind auffälliger und besitzen zudem, laut Patentinhaber Bauer, neben den Optischen auch noch funktionale Vorteile. Diese Kombination aus Funktionalität und Optik ist für ihn, was seine Entwicklung ausmacht.

Die hohe Flexibilität der Kunststoffkennzeichen macht sie widerstandsfähig, da sie geschützt sind vor Kratzern, Dellen oder dem Einreißen durch Vibrationen des Bikes. Außerdem geht von den Kanten keine Gefahr für andere Fahrzeuge, Kombi oder Haut aus – was beim scharfkantigen Alu-Äquivalent nicht immer gewährleistet ist. Für Bauer ist zudem die Langlebigkeit ein wichtiges Argument der Kennzeichen, sie sollen ein Motorradleben lang hochwertig aussehen, ohne Risse, Dellen und Farbverlust. Auch der Austausch von Plaketten und die Reinigung des Kennzeichens soll problemlos, frei von Kratzern und ohne Abrieb der Farbe möglich sein. Bei den vollschwarzen, aufgenieteten Lettern kann die Farbe – anders als beim Lack der Aluminium-Kennzeichen – nicht abblättern oder springen. Des Weiteren sind die in Deutschland hergestellten Kennzeichen nach Angaben des Erfinders im Vergleich zu der Aluminium-Variante bis zu 25 Prozent leichter und beanspruchen bei der Herstellung bis zu 75 Prozent weniger CO2, was so eine verbesserte Energiebilanz erzielt.

Für Motorrad-Bastler wie Gerd, denen jedes Detail wichtig ist, kann auch die Befestigung der Kennzeichen ein Bonus sein: 3D-Twinline bietet das PowerFix-Befestigungsssystem an, bei denen keine Schrauben das Nummernschild durchbohren. Es wird eine dezente Befestigungsplatte verschraubt, auf der dann schraubenlos mit einem besonders starken Klettverschluss das Kennzeichen angebracht wird. „Das gleiche Klettmaterial wird auch verwendet, um beim Leopard 2 Panzerteile zu befestigen.“, betont Bauer die Stärke seines Systems. Der feste Halt des Kletts sowie das laute Geräusch beim Entfernen stellen für ihn zusätzlich noch einen Diebstahlschutz dar.

Neben der Funktionalität darf die Optik selbstverständlich nicht zu kurz kommen. Das hochwertige Aussehen der Kennzeichen ist für Dr. Bauer ebenfalls ein wesentliches Verkaufsargument. Die 3D-Twinline Kennzeichen gibt es in drei Ausführungen: mattschwarz, glänzend mit Klavierlack und mit Zweitschicht im Carbonlook, wie Gerd es besitzt. Bauer betont die Auffälligkeit der 3D Kennzeichen gegenüber den gebräuchlichen Aluminium-Kennzeichen, was auch für viele Kunden den Ausschlag zum Kauf gibt.

„Es ist ein totaler Eyecatcher und man wird wirklich auch überall angesprochen.“, sagt eine begeisterte Kundin, die damals 2013 eine der ersten war, die mit einem der neuen 3D-Autokennzeichen für ihren PKW an der Zulassungsstelle erschien. „Das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal!“ Gerade nach solchen Hinguckern, die den Blick länger auf der Maschine verweilen lassen, suchen viele Motorrad-Liebhaber bei der Individualisierung ihrer Fahrzeuge – mit dem Design-Tuning ihrer Bikes geben sie ihren Maschinen den letzten Schliff. Dies bietet auch für Händler Angriffspunkte. Der Verkauf von Zubehör ist eine zusätzliche Einnahmequelle, besonders beim Neukauf, aber auch wenn begeisterte Fahrer ihre Maschine wie Gerd individuell tunen möchten.

Das weiß auch Dr. Bauer. Laut ihm bieten seine Kennzeichen besonders bei der Neuzulassung, aber auch bei An- und Ummeldung von Motorrädern für Händler ein großes Potenzial im Premium-Zubehörverkauf. Er bietet deshalb bei 3D-Twinline ein besonderes Angebot für Händler. Bei Registrierung erhalten diese einen Rabatt auf jede Bestellung. Außerdem werden die Befestigungsplatten der bestellten 3D-Kennzeichen kostenlos mit dem Wunschlogo des Händlers versehen. So kommt auch die übliche Werbung an den Kennzeichen nicht zu kurz. Das Marktpotenzial, welches die Individualisierung bei Motorrädern bietet, kann so auch in den Verkauf von Zubehör, wie Kennzeichen, umgesetzt werden.

Hergeben wollen die meisten Kunden ihre Kennzeichen auf keinen Fall mehr, so Bauer. Sie sind vielmehr so überzeugt, dass sie noch weitere für andere Fahrzeuge nachkaufen. So geht es auch Gerd. Das Kennzeichen will er ebenso wie seine geliebte GS nicht mehr missen. Er freut sich bei jeder Ausfahrt auf die anerkennenden Kommentare zu seiner Maschine. „Auch zu dem Kennzeichen!“, sagt er grinsend während er sich seinen Helm aufsetzt. Selbstverständlich auch in Karbon.

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