Umfrage zur Sicherheit von E-Bikes

Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Vivian Wetschera

Mehr als die Hälfte der E-Bike-Fahrer hatte bereits einen Unfall mit einem Zweirad. Eine Mehrheit der Nutzer würde gerne mehr Geld für mehr Sicherheit investieren.

Zum Modelljahr 2019 werden erste Pedelecs mit einem ABS-System von Bosch auf den Markt kommen.
Zum Modelljahr 2019 werden erste Pedelecs mit einem ABS-System von Bosch auf den Markt kommen.
(Bild: Continental)

Viele E-Bike-Nutzer wünschen sich mehr Sicherheitstechnik an ihren Pedelecs. Ganz oben auf der Wunschliste steht ABS. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Rahmen des Forschungsprojekts „Sicherheitsorientierte Fahrerassistenzsysteme für Elektrofahrräder“ (SIFAFE) der TU Kaiserslautern, das den Nutzen solcher Systeme für Pedelecs untersucht. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesverkehrsministerium im Rahmen des Nationalen Radfahrplans 2020 finanziert.

Mehr als die Hälfte der Befragten hatte bereits einen Unfall mit einem Zweirad und hält Assistenzsysteme für Pedelecs für sinnvoll. Ebenfalls eine Mehrheit signalisierte die Bereitschaft, 100 Euro oder mehr in eine bessere Sicherheitstechnik investieren zu wollen. Auf der Wunschliste der Fahrassistenzsysteme ganz oben steht ABS, gefolgt von einem automatischen Lichtassistenten und dem Notbremsassistenten.

Aktuell sind für Pedelecs nur wenige sicherheitsrelevante Assistenzsysteme verfügbar. Fahrradlichtanlagen mit einer Ein- und Ausschaltautomatik sind bereits einige auf dem Markt. Pedelecs mit einem ABS-System von Bosch werden voraussichtlich ab dem Modelljahr 2019 angeboten. Wie stark der Zuspruch der Kunden tatsächlich sein wird, bleibt abzuwarten, denn ein ABS dürfte den Kaufpreis eines Pedelecs um gut 500 Euro verteuern.

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