UPDATE Motorradtour 2014: Sauber Sepp im Land des wilden Teers

Das Erzgebirge und das böhmische Bäderdreieck war vom 24. bis 27. Juli fest in Bikerhand

| Redakteur: Stephan Maderner

Route 1: Böhmische Knödel und ein Porzellan-Bruch

Am ersten Tag ging es sogleich auf den Fichtelberg, dem mit 1.215 Metern ehemals höchsten Berg der DDR. Dort drängten sich alle 104 Biker zum Fotoshooting auf die Panoramaplattform und hörten die „Bergpredigt“ von Vogel-Geschäftsführer Florian Fischer. Der war heuer nicht auf einem Trike on the road sondern auf einen Can-Am Spyder Roadster RT. Denn auch dieses heiße Teil lässt sich mit einem Pkw-Führerschein pilotieren. Fischer steht aber nach wie unter Erwartungsdruck. Die Tourteilnehmer wünschen sich, dass er ihnen alsbald den Motorradführerschein in die Höhe reckt.

Wie Gruppe 4 die Berggeister im Erzgebirge und Tschechien bändigte, lesen Sie hier.

Über Jachymov ging es dann nach Karlsbad. Im größten der drei böhmischen Bäderstädte wurden vor pittoresken Gebäuden die ersten Erinnerungsfotos geschossen. Weiter ging‘s auf Straße 20 Richtung Becov. Dann der superschöne kurvige Abschnitt entlang des Flüsschens Tepla bis Mnichov zum Kaffeestopp im Kloster Tepla. Anschließend boten sich dem Biketross herrlich weite Ausblicke auf den Landstraßen rund um Marienbad. Hans-Georg Marmit von der KÜS begrüßte alle Businessbiker zu einem von seiner Überwachungsorganisation spendierten opulenten Mittagsmahl im Hotel Palce Zvon. Gerne haben wir uns beim Verzehr der böhmischen Knödel und deftigen Braten mit Kraut und allerlei anderen einheimischen Leckereien „überwachen“ lassen.

Ein besonderes Hallowach hatte der Kellner des Hotel Palace Zvon parat, indem er zwei Arme gestapeltes Geschirr ins Buffet pfefferte. Volle Kanne Porzellanbruch in Böhmen sozusagen. Getreu dem Motto „Scherben bringen Glück“ sattelten einige ihre Bikes, während andere noch genüsslich ihren Espresso schlürften oder sich im nahen Kurpark die Beine vertraten.

Wie Gruppe 9 die Berggeister im Erzgebirge und Tschechien bändigte, lesen Sie hier.

Karl-Otto, ein Loch ist in der Straße

Am Nachmittag wartete auf dem Heimweg Richtung Deutschland eine 60 Kilometer lange herausfordernde Etappe. Die Route führte durch einen Naturpark. Landschaftlich hübsch anzuschauen, doch wegen des miserablen Straßenzustands nicht ganz einfach zu fahren. Zumindest, wenn man auf einem Sportmotorrad oder Cruiser hockte oder seine Fahrlizenz erst seit Kurzem in der Tasche hat. Der Untergrund bestand hauptsächlich aus Kopfsteinpflaster, Rollsplitt und mit großen Bitumenflecken notdürftig geflickten Schlaglöchern. Eine Tourteilnehmerin meinte: „Man kann ja solche Touren gern für GS-Fahrer anbieten, die das geil finden, aber nicht für Leute, die einfach normal Motorrad fahren wollen.“ Die Kritik ist angekommen, die wir konstruktiv für die nächstjährige Tour berücksichtigen werden. Dafür erlebten wir im Land des wilden Teers zwischen Lazne Kynzvart, Kynsperk, Ohrni, Luby und Kraslice auch traumhafte Landschaften durch duftig-harzig riechende Wälder voller Heidelbeeren und frischer Pfifferlinge.

Wie Gruppe 5 die Berggeister im Erzgebirge und Tschechien bändigte, lesen Sie hier.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 42848476 / Handel)