Verkehrsunfallbilanz 2013: Weniger Bike-Tote

Autor / Redakteur: sp-x / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

568 tödliche Motorradunfälle bilanzierte das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr, ein Minus von 3,1 Prozent.

Tödliche Gefahr droht gestürzten Motorradfahrern von Leitplanken ohne Unterfahrschutz.
Tödliche Gefahr droht gestürzten Motorradfahrern von Leitplanken ohne Unterfahrschutz.
(Foto: ADAC)

Im vergangenen Jahr starben 995 Zweiradfahrer oder -mitfahrer nach Unfällen. Das sind 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr, berichtet das Statistische Bundesamtes (Destatis). Dabei ist die Zahl der auf Fahrrädern tödlich verunglückten Menschen um 12,8 Prozent auf 354 Menschen gesunken, auf Mofas und Kleinkrafträdern kamen 73 Menschen und damit 21,5 Prozent weniger ums Leben. Die meisten der tödlich verunglückten Zweiradfahrer und –mitfahrer starben nach einem Motorradunfall. Im Jahr 2013 waren es insgesamt 568 Personen, 3,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Insgesamt kamen im Straßenverkehr im vergangenen Jahr 3.606 Menschen ums Leben, ein Viertel davon waren Zweiradfahrer.

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Das Unfallgeschehen von Zweiradfahrern ist laut Destatis stark durch die Witterung beeinflusst: Längere Schlechtwetterperioden führen erfahrungsgemäß zu weniger Fahrten mit Zweirädern und damit meist auch zu weniger Verunglückten. Umgekehrt ist es bei schönem Wetter: Gerade im April – zu Beginn der Saison – ist dann oft ein starker Anstieg tödlich Verunglückter auf Zweirädern, vor allem auf Motorrädern, zu beobachten.

Im Jahr 2013 trug das verregnete Frühjahr dazu bei, dass die Zahl der Getöteten auf Zweirädern von April bis Juni gegenüber 2012 um 6,8 Prozent zurückging. Im Vergleich zu 2011, in dem das Frühjahr mild und trocken war, waren es laut Destatis sogar minus 26,1 Prozent. Dagegen kam es im sonnigen und warmen Juli 2013, dem ersten schönen Monat des Jahres, beispielsweise zu einem Anstieg bei den getöteten Motorradfahrern und -mitfahrern um 42,7 Prozent gegenüber Juli 2012.

Mehr als die Hälfte der Unfälle mit Personenschaden (52,6 Prozent), an denen Motorradfahrer beteiligt waren, hatten sie selbst verursacht. Als häufigstes Fehlverhalten der Motorradfahrer hierbei weist die Statistik eine nicht angepasste Geschwindigkeit (34 Prozent) aus, gefolgt von Abstandsfehlern mit 11,9 Prozent.

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