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Vermehrt Firmenpleiten im Kfz-Gewerbe

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der Insolvenztrend im Kfz-Gewerbe hat sich gewendet. Die Fallzahlen sind im März kräftig gestiegen. Auch der Motorradsektor blieb nicht verschont.

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Die Kfz-Branche vermeldete im März 2015 wieder mehr Pleiten.
Die Kfz-Branche vermeldete im März 2015 wieder mehr Pleiten.
(Foto: Grimm)

Im März 2015 mussten deutlich mehr Betriebe aus der Kfz-Branche Insolvenz anmelden als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Insolvenzfälle stieg von 46 auf 65 Fälle (plus 41,3 Prozent). Gemäß der jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) zeigt sich damit zugleich ein leichter Anstieg der Firmenpleiten im gesamten ersten Quartal dieses Jahres.

Insgesamt fehlte es in den ersten drei Monaten 167 Unternehmen an liquiden Mitteln. Das war ein Fall mehr als im ersten Quartal 2014. Davon betroffen waren 632 Arbeitnehmer, die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 46,3 Millionen Euro. 43 Verfahren wurden mangels Masse abgewiesen. In der Gesamtwirtschaft verbuchten die Statistiker für Januar bis März dagegen weiterhin rückläufige Fallzahlen (minus 7,2 Prozent).

Nach den ersten drei Monaten ist allein die Entwicklung im Fahrzeughandel noch positiv. Für dieses Tätigkeitsfeld führen die Statistiker 66 Fälle auf. Das sind 17 weniger als im Vorjahreszeitrum (minus 20,5 Prozent). Die günstige Entwicklung betrifft dabei sowohl den Pkw- (minus 17,3 Prozent) als auch den Nutzfahrzeughandel (minus 50 Prozent).

Dagegen ist die Quartalsentwicklung im Bereich Reparatur, Instandhaltung und Service aus Sicht der Betroffenen negativ verlaufen. Hier wurden 62 Insolvenzen gemeldet, vier mehr als vor Jahresfrist (+6,9 Prozent). Gestiegen sind die Zahlen bei den Reparaturbetrieben (plus vier Fälle) und den Waschanlagen (plus 1), rückläufig sind die Fallzahlen bei den Lackierern (minus 1). Allein im März waren die Fallzahlen von 14 auf 28 betroffene Betriebe hochgeschnellt.

Auf das Quartal betrachtet lieferte allerdings der Teile- und Zubehörhandel den Hauptbeitrag zum Anstieg der Insolvenzen. Aus diesem Bereich wurden 32 Fälle gemeldet, elf mehr als im Vorjahresquartal (plus 52,3 Prozent). Besonders deutlich gestiegen sind die Fälle im Bereich des Einzelhandels (plus 61,5 Prozent) mit 21 betroffenen Betrieben. Im Großhandel waren elf Unternehmen zahlungsunfähig (plus 37,5 Prozent).

Auch in der Motorradbranche steigen die Insolvenzen. Betroffen waren in den ersten drei Monaten sieben Unternehmen, drei mehr als im Vorjahresquartal (plus 75 Prozent).

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