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Verschiebt Corona die Euro-5-Einführung?

Ab 1. Januar 2021 dürfen nur noch Motorräder mit Euro 5-Norm zugelassen werden, Hersteller und Händler stehen in dieser Saison vor der Herausforderung, ihre Altbestände an Euro 4-Modellen herunterzufahren. Doch die Hersteller haben die Rechnung ohne Corona gemacht. Jetzt werden Rufe nach einer Verschiebung von Euro 5 laut.

Viele Handelsbetriebe stehen in dieser Saison vor der Herausforderung des Abverkaufs der Euro-4-Modelle, weil der Gesetzgeber ab 1. Januar 2021 die Euro 5-Norm einführt.
Viele Handelsbetriebe stehen in dieser Saison vor der Herausforderung des Abverkaufs der Euro-4-Modelle, weil der Gesetzgeber ab 1. Januar 2021 die Euro 5-Norm einführt.
(Bild: Stephan Maderner/»bike und business«)

Der Coronavirus-Notstand mit der Aussetzung der kommerziellen Tätigkeit von Roller- und Motorradhändlern, mit Ausnahme von Wartungs- und Reparaturdiensten für Zubehör, könnte in Verbindung mit dem Inkrafttreten von Euro 5 zehntausende von Motorrädern und Euro 4-Rollern unverkäuflich machen. Dies erklärte heute in Italien Paolo Magri (Brembo), Präsident der Ancma (Associazione ciclo, motociclo e accessori/Verband für Fahrräder, Motorräder und Zubehör).

Er erinnert daran, dass es ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr möglich sein wird – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Euro 4- Mopeds -und Motorräder in Verkehr zu bringen. Es drohe nun die Gefahr, dass die Unternehmen auf ihren Altbeständen im Lager sitzen bleiben. „Es ist daher notwendig, sofort über Notfalllösungen nachzudenken“, so Magri. Er fordert die EU auf, die Übergangsfrist, in der noch Euro-4-Modelle zugelassen werden können, um sechs Monate, sprich bis zum 30. Juni 2021, zu verlängern.

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