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Vespa 300 GTS Super: Tradition im Praxistest

| Autor / Redakteur: SP-X / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Eine Vespa ist kein herkömmlicher Roller, sondern eine besondere Art auf zwei Rädern mit Beinschild zu fahren. Ob die neue Technik in der 300 GTS Super mit der traditionellen Optik harmoniert, klärt der Praxistest.

Für die Vespa 300 GTS Super muss der Kunde 5.100 Euro zahlen.
Für die Vespa 300 GTS Super muss der Kunde 5.100 Euro zahlen.
( SPX )

Die Vespa 300 GTS Super ist nicht irgendein Roller. Es ist das Spitzenmodell des italienischen Traditionsherstellers, Nachfolger der ruhmreichen GS und Topseller bei den großen Scootern in Deutschland. Kein Wunder, wahre Roller heißen nun mal Lambretta oder Vespa. Die erste Marke ist eher in Vergessenheit geraten und die zweite immer noch erfolgreich. Ob die Produkte mit der traditionellen Optik den heutigen Technik-Standard genügen, zeigt der Praxistest.

Klein und wendig war gestern, heute zählen auch noch Durchzug und Komfort. Da hat die Vespa von Piaggio bei den Traditionalisten die Nase zumindest vorn. Bei der Mutter aller Roller sucht man abgehackte Kanten, scharfe Linien und New-Edge-Disco-Design vergebens. Schon seit 1948 bauen die Italiener die kleinen Zweiräder mit dem praktischen Beinschild und den weiblichen Rundungen.

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Wertewandel: Günstig war gestern

Klein, flott, sparsam und günstig war die Vespa damals, damit möglichst viele Menschen schnell mobil wurden. Das gilt bis heute. In den ersten sieben Monaten des Jahres fanden schon 1.541 GTS 300 Super einen Käufer. Damit steht diese Vespa an der Spitze der neuzugelassenen Kraftroller in Deutschland.

Von einem reinen Gebrauchsgegenstand hat sich das Zweirad aber heutzutage weit entfernt. Wer die große Vespa mit der schmalen Taille sein Eigen nennen will, muss dem Händler seines Vertrauens mindestens 5.100 Euro überweisen – viel Geld für einen 300er Roller.

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Dafür lädt die bequeme, gestufte Sitzbank ab den ersten Metern zwei Personen zur flotten Fahrt ein, ganz gleich ob es über enge Landstraßen in der Toskana oder über breite Bundesstraßen im Ruhrgebiet geht – die GS, und mit ihr der Fahrer, fühlt sich bei Wind und Wetter wohl. Die 300er reißt an der Ampel an wie ein kleines Kind am Stracciatella-Becher der Eltern: Die Fliehkraftkupplung sticht kurz oberhalb der Leerlaufdrehzahl zu und schiebt das Zweirad zügig nach vorne.

Seite 2: Wie sich die Vespa auf der Autobahn macht

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