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Victory: Deutscher gewinnt Customizing-Wettbewerb

| Redakteur: Judith Leiterer

Das Team von Iwan-Bikes in Pfaffenhofen setzte sich mit seinem „Desert Racer“ bei einem Victory-Customizing-Wettbewerb durch. Nach dem Anfang der Woche von Polaris bekanntgegebenen Aus der Marke wird es eine solche Möglichkeit in Zukunft wohl nicht mehr geben.

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Gewinner des Wettbewerbs: Der „Desert Racer“ von Iwan-Bikes in Pfaffenhofen an der Ilm.
Gewinner des Wettbewerbs: Der „Desert Racer“ von Iwan-Bikes in Pfaffenhofen an der Ilm.
(Bild: Independent Light GmbH)

Die Victory Octane regt die Phantasie der Customizer und Bike-Builder in aller Welt an. Kaum war sie Anfang des letzten Jahres auf dem Markt, da konnte man auch schon die ersten Umbauten bewundern. Victory hat diese Begeisterung genutzt und ausgewählte Vertragshändler rund um den Globus dazu aufgerufen, sich mit einem Octane-Umbau an der Aktion „Operation Octane“ zu beteiligen. Insgesamt 26 Händler aus Amerika, Australien, Asien und Europa sind diesem Aufruf gefolgt – vier davon aus Frankreich, je drei aus Deutschland und der Schweiz sowie je einer aus Großbritannien und Portugal.

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Das Ergebnis hat alle Beteiligten überrascht, so groß ist die Vielfalt der auf die Räder gestellten Umbauten, die im Web zu bewundern sind. Von Bobbern und Cruisern bis zu Racern und Flat Trackern sind alle nur denkbaren Stilrichtungen vertreten. Den Sieg bei der drei Wochen währenden Online-Abstimmung aber trug ein Adventure Bike aus Deutschland davon: Der „Desert Racer“ von Iwan-Bikes in Pfaffenhofen an der Ilm.

Bernhard Peintner und sein Team haben die Octane fit für Touren durch die Savannen, Wüsten und Gebirge unseres Planeten gemacht und ihr damit zu einem ganz neuen Auftritt verholfen. Für Offroad-Tauglichkeit sorgen grob profilierte Enduro-Reifen, Motocross-Fußrasten und ein Bobtail Heckfender, der sich auch im tiefsten Schlamm nicht zusetzt – das Vorderradschutzblech musste sogar ganz weichen. Faltenbälge und Lederhülsen schützen die Telegabel, ein Stahlgitter bewahrt den Kühler vor Steinschlag, und um die Krümmer gewickeltes Hitzeschutzband verhindert Schlimmeres im Falle eines Umfallers. Ein Gepäckträger aus dem Victory-Zubehörprogramm sowie seitliche Abstandsbügel am hinteren Kotflügel erlauben den Einsatz von Überwurf-Packtaschen sowie einer Gepäckrolle, Nachrüstschalldämpfer optimieren den Sound. Startnummerntafeln über den Seitendeckeln, ein großer Scheinwerfer im klassischen Gehäuse sowie ein Rücklicht im Bates-Style sorgen für die stilistische Abrundung der mit Original Militärlack gestrichenen und per Airbrush veredelten Lackteile.

Der zweite Platz in der internationalen Wertung der „Operation Octane“ geht an die „Grifter“ von Brisan Motorcycles in Newcastle, Australien. Die meisten Stimmen unter den Bewerbern aus Nordamerika konnten Strokers aus Dallas in Texas mit ihrer „Evil Ethel“ und Coastal Victory aus Murrells Inlet in South Carolina mit dem „King Octane“ erringen.

Wie geht es nach dem Victory-Aus weiter?

Alle teilnehmenden Händler dürfte die Meldung über das Ende von Victory schwer getroffen haben. Polaris wird seinen Händlern nach eigenen Angaben aber bei der Auflösung seiner Fahrzeugbestände helfen und alle Servicebelange und Garantien für einen Zeitraum von zehn Jahren sicherstellen. So will auch Iwan-Bikes laut Homepage mit Herz und Hand Victory-Vertragshändler bleiben. Die Motorräder sind dem Team ans Herz gewachsen, deshalb wird es Garantieleistungen, Reparaturen, Instandsetzungen und Tuning so lange wie möglich anbieten. Auch die Ersatzteilversorgung wird noch für ein Jahrzehnt garantiert, die eine oder andere Octane kann also trotzdem noch umgebaut werden.

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