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VikiLeaks – meine Zeit bei Mister Motorrad

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 31/2018/I), Folge 617: Gerne gebe ich heute mal die Schreibhoheit über meinen Speedlog aus der Hand und gönne meiner fleißigen Redaktionspraktikantin Viktoria Hahn, die heute ihren letzten Tag bei mir hat, die „famous...

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Tschüß „bike und business“ und bis bald!
Tschüß „bike und business“ und bis bald!
(Bild: Stephan Maderner)

...last words“. Viki, it's your turn! Die berühmten letzten Worte sind in meinem Fall keineswegs Grund zur Traurigkeit. Dafür hatte ich in den letzten drei, benzingetränkten Monaten eindeutig zu viel Spaß. Für alle, die eigentlich lesen wollten was der Chef-Biker zum heißesten, neuen Branchenthema zu sagen hat, hier die Kurzfassung meiner dreizehn Wochen in der »bike und business«-Redaktion: gekochte Kaffees: 0, kopierte Seiten: 0, selbst verfasste Online-Beiträge: über 200. Klingt für ein Praktikum fast zu gut, um wahr zu sein? Dann lesen Sie ruhig weiter, denn es wird noch besser.

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Der Titel meines ersten eigenen Speedlogs „VikiLeaks“ spielt ja durchaus darauf an, dass ich gerne etwas ausschweifender über meine Zeit bei den Vogelianern berichten möchte.

Positiv gestresst

An meinem ersten Tag in der Würzburger Max-Planck-Straße Hausnummer 7 bis 9, ging es nach einem ersten Fotoshooting – die liebt der Chefredakteur fast so sehr wie seine Maschinen – und der Einweisung in die Redaktionssysteme durch die kompetente Werkstudentin Judith Leiterer, schnurstracks los mit der Arbeit. Zum ausgiebigen Verschnaufen blieb mir ab Tag 1 keine Sekunde Zeit und das war rückblickend betrachtet das Beste, was mir als Praktikantin passieren konnte. Direkt voll eingespannt sein bedeutete nämlich hauptsächlich eins: selbstständig lernen. Ganz getreu dem Motto „fördern und fordern“ war Mister Motorrad trotzdem immer da, falls Fragen aufkamen oder die anfänglichen Ergebnisse meiner Arbeit redigiert werden mussten.

Rettet das Komma

Das Verfassen von Beiträgen für den Online-Auftritt der »bike« ging mir schnell immer leichter von der Hand und so erweiterte Stephan meinen Aufgabenbereich Woche für Woche. Gewinnspiele auf Facebook leiten, Fotos von neuen Bikes und Zubehör machen, eigene Reportagen über die beiden Vogel After-Work-Rides und kleine Aufgaben für die Printausgabe der Fachzeitschrift. Wenn Stephan wieder einmal einen Text von mir zum „Feintuning“ bekam, war das Feedback meist positiv – einziges Problem: meine Kommasetzung, beziehungsweise das fast vollständige Fehlen der kleinen Biester. O-Ton des Chefredakteurs: „Gefällt mir sehr gut, aber rettet das Komma.“

Im Schlaraffenland

Zum Auftanken ging es Mittag für Mittag in die Kantine – das „Meet & Eat“ – im vierten Stock des Verlagshauses. Was ich mir anfänglich nur ein- oder zweimal die Woche gönnen wollte, wurde schnell zur Routine. Wer kann schon zu Buntbarschfilet im Rauchfond, pochiert mit Kräuterbutter, marinierten Kirschtomaten und Spinat-Risotto nein sagen? Ein wahres Gedicht. Ebenfalls ein Gedicht waren die Presseveranstaltungen die ich besuchen durfte. Zum ersten Mal Elektroroller fahren vor der schicken Wassermannhalle in Köln, bei der Weltpremiere des neuen Kumpan 1954 Ri. Da war ich endlich nicht mehr nur Sozia, auch wenn man sich bei den Mitfahrten auf Stephans Hightech-BMW, keineswegs beschweren konnte.

Doch das war nicht das einzige Mal, dass Stephan mich als „rasende Reporterin“ losschickte. Die Produktpräsentation bei Dr. Wack in Ingolstadt Anfang Juli, bei der der Chef verhindert war, konnte sich gleichermaßen sehen lassen. Die ausführliche Werksführung und Vorstellung der neuen Produkte, der Biergartenbesuch und die netten Gespräche mit den anderen Redakteuren ließen einen vergessen, dass man gerade eigentlich bei der Arbeit war. Auch Youtube-Biker und Grip-Motorradspezialist Jens Kuck stattete ich im Juli einen Besuch in Dinkelsbühl ab um ihn für ein mögliches Special für eine spätere »bike und business«-Printausgabe zu interviewen. So viel im Voraus: Der sympathische Medienprofi erzählte mir die ein oder andere interessante Story zum Thema Bewegtbild.

Wenn ich alle Ereignisse noch einmal Revue passieren lasse ist das eindeutige Highlight meiner Zeit bei Vogel das 16-seitige Elektromobilitäts-Special in der aktuellen Printausgabe, über dem alle Leser im August meinen Namen lesen können. Bei dem Beitrag mit dem Titel „Round Zero“ konnte ich von Anfang bis zum Ende miterleben, wie ein Artikel in einer Fachzeitschrift entsteht – von der Recherche, über das Schreiben, bis zum Layout. Unglaublich spannend!

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