Vorboten einer neuen Mobilität: Fünf legale E-Scooter

Roller von BMW, IO Hawk, Egret, Metz und Kettler

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Viktoria Hahn

Bald schon dürften auch kleine E-Scooter in Deutschland das Straßenbild prägen.
Bald schon dürften auch kleine E-Scooter in Deutschland das Straßenbild prägen. (Bild: Walberg Urban Electrics)

Ein paar Wochen wird es noch dauern, bis die E-Scooter legal in den Verkehr dürfen. Aber bereits jetzt kann man einige für die neue Zeit gerüstete Modelle kaufen. Zum Beispiel diese.

Zwar ist die sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) seit der Bundesratsentscheidung vom 17. Mai beschlossene Sache, doch bedarf es noch einiger Formalitäten bis diese auch gesetzlich verankert ist. Mitte Juni soll die letzte Hürde genommen sein.

Auswahl derzeit noch überschaubar

Dann dürfen E-Scooter, sofern sie den Anforderungen eben dieser eKFV gerecht werden, im Straßenverkehr eingesetzt werden. Die Auswahl an legalen Rollern ist derzeit noch überschaubar, doch ein paar kann man bereits jetzt oder demnächst kaufen. Wer in puncto Qualität, Fahrspaß und Sicherheit gewisse Ansprüche hat, darf ruhig etwas mehr investieren. Ein gehobener dreistelliger Betrag sollte es schon sein.

Sparrow-Legal von IO Hawk

In dieser Preisregion bewegt sich zum Beispiel der E-Scooter Sparrow-Legal von IO Hawk, der bereits die Zulassungstests vom TÜV Rheinland bestanden hat. Es handelt sich um einen kompakten Kleinststromer, der eher wie ein Tretroller für Kinder wirkt. Für die Teilnahme am Straßenverkehr sind dennoch alle notwendigen Details wie etwa zwei unabhängige Bremsen, Beleuchtung und Reflektoren vorhanden. Außerdem bietet der Sparrow eine Halterung fürs Versicherungskennzeichen. Der 12,5 Kilogramm leichte Stromer hat zudem einen Klappmechanismus, der das Verstauen und die Mitnahme in Bus oder Bahn erleichtert.

Dem Nutzer stehen drei Geschwindigkeitsmodi (6, 15 und 20 km/h) zur Wahl, die Reichweite soll 25 bis 28 Kilometer betragen. Ein Display am Lenker zeigt Tempo und Akkustand an. Noch bis zum 10. Juni gibt es den Sparrow-Legal zum Vorbestellpreis von 680 Euro, anschließend sind es 780 Euro.

Bayrisch-schweizerische Kooperation

Nur 20 Euro mehr kostet der ab Herbst erhältliche E-Scooter, den BMW gemeinsam mit dem schweizerischen Unternehmen Micro entwickelt hat. Ein im Trittbrett untergebrachter Lithium-Ionen-Akku treibt einen 150 Watt starken Motor im Hinterrad an, die Höchstgeschwindigkeit beträgt auch hier 20 km/h. Dank des Gewichts von 9 Kilogramm und eines abklappbaren Lenkers ist der Roller besonders leicht zu transportieren.

Kleiner Bruder für den BMW X2-City

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Egret-Ten V4

Mit 1.650 Euro mehr als doppelt so teuer ist der Egret-Ten V4, der dank seiner 10 Zoll großen Luftreifen allerdings auch bessere Fahreigenschaften als die beiden anderen Mitbewerber verspricht. Vor allem wenn der Untergrund holprig wird, bieten größere Räder und Luftreifen handfeste Vorteile. Trotz seines 500 Watt starken Motors fährt der 17 Kilogramm schwere Scooter maximal 20 km/h. Bemerkenswert ist seine üppige Reichweite von bis zu 40 Kilometer. Außerdem sind zwei hydraulische Scheibenbremsen an Bord.

Als Erster zugelassen: Metz Moover

Bereits seit März 2019 ist als erster in Deutschland zugelassener Roller der Metz Moover erhältlich, der sich durch noch größere 12-Zoll-Luftreifen auszeichnet. Hier kommt ein bürstenloser Motor mit 250 Watt Nenndauerleistung zum Einsatz, der wiederum bis maximal 20 km/h beschleunigt. Im Trittbrett des gut 16 Kilogramm schweren Stromers steckt ein 216-Wh-Akku, der 25 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Zur Ausstattung gehören mechanische Scheibenbremsen vorne und hinten, Gepäckträger, LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlichtfunktion, Klingel und eine Klappfunktion. Kostenpunkt: 2.000 Euro.

BMW und Kettler: X2-City

Nochmals teurer und nochmals erwachsener ist der von BMW und Kettler Alu Rad stammende X2-City, der auf großen 16-Zoll-Luftreifen fährt. Das allerdings auch 21 Kilogramm schwere Gefährt hat ebenfalls eine 250-Watt-Maschine sowie eine herausnehmbare 408-Wh-Batterie, die bis 30 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Beschleunigt wird hier nicht wie sonst meist üblich mit Hand- sondern mit Fußgas.

Die Sicherheitsausstattung kann sich sehen lassen, denn es gibt hydraulische Scheibenbremsen und LED-Leuchten. Wie die anderen Roller ist auch der X2City klappbar, angesichts seiner Größe und seines Gewichts allerdings nicht mehr wirklich handlich. Dafür ist der große E-Scooter mit eKFV-konformer Ausstattung bereits bestellbar. Sein Preis liegt bei rund 2.400 Euro.

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