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Warum E-Bikes den Elektroautos davonfahren

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Peter Wicht, Vorstand Mifa Mitteldeutsche Fahrrardwerke AG, stellte auf dem eMobility Summit 2013 die Vorteile der Pedelec- und E-Bike-Mobilität heraus.

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Mifa-Vorstand Peter Wicht diskutierte beim eMobility-Summit 2013.
Mifa-Vorstand Peter Wicht diskutierte beim eMobility-Summit 2013.
(Foto: Mifa)

Am Sitz des Berliner „Tagesspiegel“ fiel gestern der Startschuss für den 3. eMobility Summit, eine zweitägige Konferenz zur Zukunft der Elektromobilität in Deutschland. Rund 400 Vertreter aus Automobil- und Energiebranche, Politik und Wissenschaft tauschen sich in Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen zu diesem Thema aus. Zu den geladenen Gästen zählte gestern Peter Wicht, Vorstand des absatzstärksten deutschen Fahrradherstellers Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG - neben Persönlichkeiten wie Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Bundesumweltminister Peter Altmaier oder Dr. Dieter Zetsche, dem Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG.

Zum Thema „Vom Zweirad lernen heißt vermarkten lernen“ diskutierte Peter Wicht mit weiteren Vertretern der Zweiradbranche – darunter Stefan Gulas, Erfinder des eROCKIT, einer elektrisch motorisierten Kreuzung aus Fahrrad und Motorrad, Frank Müller, ehemaliger Geschäftsführer des Bundesverbandes eMobilität und Geschäftsführer der Urban-e MSC GmbH, sowie Patrik Tykesson, der mit seinen beiden Brüdern die e-bility GmbH gründete und einen Elektroroller im Retro-Design vertreibt. Weiterer Diskussionspartner war Klaus Dittko, Vorstand der Scholz & Friends Group, der internationalen Lead-Marketingagentur des Automobilherstellers Opel.

„Der Siegeszug der E-Bikes ist ein Resultat der gesellschaftlichen Megatrends“, so Wicht. „Staus, Feinstaubbelastung, Parkplatznot - gerade in den europäischen Metropolen droht Tag für Tag der Verkehrsinfarkt. Mit dem Fahrrad kommt man oft schneller und flexibler ans Ziel als mit anderen Verkehrsmitteln, weil man sich nicht an feste Wege oder Fahrpläne halten muss. Gleichzeitig spart man Geld, schont die Umwelt und bleibt in Bewegung. Auf einem E-Bike hat man zudem noch eine Menge Spaß und kommt nicht ins Schwitzen. Der Megatrend zum E-Bike hat gerade erst begonnen.“

Nach Wichts Auffassung können Zweirad- und Automobilindustrie in Sachen E-Mobilität viel voneinander lernen. Mit Blick auf die Markenstrategie diene die Automobilindustrie sogar als Vorbild für die Zukunft der Mifa: „Ich sehe die Mifa mehr und mehr als 'House of Brands': Wir bieten auf einer Plattform unterschiedliche Marken an, die exakt auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten sind. Je komplexer und teurer das E-Bike, umso intensiver setzen sich die Kunden mit dem Produkt auseinander. Marken werden daher künftig immer wichtiger.“

Auch in technologischer Hinsicht finde zwischen beiden Branchen ein Wissenstransfer statt, berichtet Wicht: „Unsere Kooperation mit Smart ist ein Quantensprung in der Geschichte der E-Bikes. Wir haben für das E-Bike von Smart gemeinsam eine Produktionsanlage entwickelt, die automotiven Standards genügt und meines Wissens in der Fahrradbranche einzigartig ist. Gleichzeitig stellt die Mifa seit vielen Jahren Tag für Tag ihre Expertise in Sachen Fahrräder und E-Bikes unter Beweis. Ich hoffe, wir können unser Know-how künftig weiteren Industriepartnern zur Verfügung stellen“, so Wicht.

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