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Was Pedelec-Fahrer in der kalten Jahreszeit beachten sollten

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Wer sein Pedelec in der kalten Jahreszeit nutzen möchte, muss widrige Umstände in Kauf nehmen. Aber wer unsere Tipps beachtet, kommt auch auf zwei Rädern gut durch den Winter.

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Auf zwei Rädern durch den Schnee: Was Pedelec-Fahrer beachten sollten
Auf zwei Rädern durch den Schnee: Was Pedelec-Fahrer beachten sollten
(Bild: Marco Barnebech, pixelio)

Was Autofahrer in Herbst und Winter vor Probleme stellt, ist gerade für Zweiradfahrer nicht einfacher zu bewältigen. Diese sind nicht nur direkt den kalten Temperaturen und Niederschlägen ausgesetzt, sondern müssen ebenso mit matschigen Laubschichten, überfrierender Nässe und verschneiten Wegen kämpfen. Das Problem der Temperaturen und Niederschläge ist mit der richtigen Kleidung schnell beantwortet. Doch wie verhält es sich insbesondere mit der Nutzung von E-Bikes und Pedelecs? Durch die elektromotorische Unterstützung haben Pedelecs natürlich eine stärkere/ andere/ Kraftübertragung als normale Fahrräder.

Bei Glätte nur wenig Unterstützung nutzen

„Bei unsicheren Straßenverhältnissen sollte man auf die niedrigste Unterstützungsstufe zurückgreifen, um durch die Kraftübertragung nicht sofort ins Rutschen zu gelangen“, empfiehlt Frank Garmhausen, Zweiradmechanikermeister bei Leasing eBike in Bremen. „Besonders in Kurven sollte man sich umsichtig verhalten und das Treten in die Pedale sowie das Bremsen möglichst vermeiden.“

Der Akku mag es nicht zu kalt

Zudem müssen Fahrer im Hinterkopf haben, dass der Akku bei niedrigen Temperaturen nicht die gleiche Reichweite garantieren kann wie sonst. Kann das Pedelec zudem nicht über 7 °C abgestellt werden, sollten die Akkus abgenommen und im Warmen gelagert werden. Sonst droht ein Totalschaden des Akkus durch Tiefenentladung.

Kabelbinder statt Spikes

Winter- oder Spikereifen können für mehr Grip auf der Straße sorgen, sind aber mit rund 50 Euro pro Stück recht teuer in der Anschaffung. Wird das Pedelec durch einen Heckmotor betrieben, ist der Reifenwechsel für Amateure zudem kaum zu bewerkstelligen. Einsteiger behelfen sich oft mit einem einfachen Trick: Sie ziehen Kabelbinder um Reifen und Felge, doch bei dicker Schneedecke hilft auch dieser Kniff nicht mehr.

Das Fahrverhalten an die Witterung anpassen

Der am einfachsten zu befolgende Ratschlag bei Schnee und Glatteis jedoch betrifft gleichermaßen Auto-, Fahrrad- oder Pedelec-Fahrer: Das Fahrverhalten der Witterung anpassen und unnötige Fahrten möglichst vermeiden!

Wann die Radweg-Benutzungspflicht entfällt

Des Weiteren gilt für alle Radfahrer: Bei nicht gestreuten und schlichtweg unbenutzbaren Radwegen, entfällt auch bei ausgeschilderten Strecken die Benutzungspflicht.

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