Was tun, wenn der E-Bike-Akku brennt?

Wirksame Bekämpfung von Batteriebränden

| Redakteur: Stephan Maderner

Wehe, wenn ein Lithium-Ionen-Akku das Brennen anfängt. Da kommt es auf die Wahl des richtigen Löschmittels an.
Wehe, wenn ein Lithium-Ionen-Akku das Brennen anfängt. Da kommt es auf die Wahl des richtigen Löschmittels an. (Bild: F500)

Jüngst sind auf der spanischen Rennstrecke Circuito de Jerez 18 Elektromotorräder der MotoE-Serie in Flammen aufgegangen. Herkömmliche Löschmittel kommen bei gefährlichen Lithium-Ionen-Bränden rasch an ihre Grenzen. Nicht so das Löschmittel F 500 EA. Warum, das soll folgender Beitrag klären.

Wiederaufladbare Energiespeicher sind milliardenfach eingesetzte Energiequellen mit sehr hoher Energiedichte im industriellen, kommerziellen als auch privaten Bereich. Lithium-Ionen-Akkus finden sich zum Beispiel in Kraftfahrzeugen (E-Bikes, E-Scooter, E-Motorräder, E-Autos), Hausanlagen (Solarspeicher/Stromaggregate), Laptops und Smartphones, technischen Arbeitsgeräten und vielen anderen elektrischen Kleingeräten.

Lithium-Ionen-Akkus geraten meistens durch Kurzschluss in Brand. Gründe für Akkubrände können Überladung, mechanische Beschädigung durch einen Unfall oder extreme äußere Wärmeeinwirkung durch Brände sein. Gleich ob Einzelzelle oder mehrzellige Batterie – die Erhitzung der Zellen, der Druckaufbau und die explosionsartige Brandentstehung bedroht das Umfeld zu entzünden.

Die freiwerdende Energie ist punktuell sehr hoch und kann bei mehrzelligen Batterien zu einer Durchzündung benachbarter Zellen führen. Der so genannte Thermal Runaway lässt dann die ganze Batterie zu einem Gefahrenpotential mit Temperaturen bis über 1.000 Grad Celsius werden. Ein wirkungsvolles Löschmittel, das auch eine solche Kettenreaktion der Einzelelemente der Batterie unterbinden kann, muss eine besonders hohe Löschleistung aufweisen. Wasser allein ist von der Löschleistung her fragwürdig.

Hier kommt das Produkt F-500 EA ins Spiel. Mit mindestens 1 Prozent Zumischung zu Wasser hat es hier nach Herstellerangaben die bisher bekannte höchste Löschleistung und empfiehlt sich daher zur Anwendung bei Batteriebränden. Beim Löschen mit F-500 EA entfaltet sich laut Hersteller (Slogan: „Wir löschen in die Zukunft“) eine große Kühlwirkung und es wird nachhaltig ein schnelles Wiederentzünden der durch die hohe Reaktionsenergie der im Kurzschluss-Modus befindlichen Batterien verringert.

Die Oberflächenspannung von Wasser wird durch den Zusatz von F-500 EA ebenfalls stark reduziert. Infolgedessen werden die Batterien intensiv benetzt und die sich entwickelnde Wärme kann gut abgeführt werden. Die starke Kühlwirkung kann sich somit genau dort an der Oberfläche der Einzelzellen entfalten, wo sie am wirksamsten ist.

F-500 ist ein „Encapsulator Agent“ und hat damit die Fähigkeit, Brennstoffe und brennbare Gase einzukapseln. Das hemmt deren brandfördernde Wirkung („SAFE“-Effekt). Dies wirkt sich günstig auf die Bildung der Menge und die Reduzierung der Wirkung toxischer Abgase wie zum Beispiel Fluorwasserstoff aus.

Die Gefahr der Freisetzung von Fluorwasserstoff beim Brand von Batterien wird durch die entstehenden Elektrolyte verursacht. Diese Elektrolyte bestehen aus einem Lösungsmittelgemisch mit den Inhaltsstoffen Polyvinylidenfluorid sowie fluorhaltigen Leitsalzen.

Fazit: F-500 EA ist ein innovatives, umweltfreundliches und zuverlässiges Löschmittel in der Brandbekämpfung von heute und morgen und wird bereits ind er Formel 1 und Moto-GP eingesetzt. Motorradhändler und -werkstätten sowie Fahrrad- und Pedelec-Händler sollten sich stets über die Risiken von im Einsatz befindlichen Lithium-Ionen-Akkus bewusst sein und im Notfall ein wirksames Löschmittel zur Hand haben.

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