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Weiter Welle machen für den neuen A1

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 29/I), Folge 707: Bereits 1.384 Unterschriften sind zusammengekommen, die sich für für den erleichterten Zugang von interessierten Autofahrern für den A1-„Leichtkraftrad“-Führerschein stark machen. Jetzt voten...

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group )

...für eine von uns mitorganisierte und unterstützte Online-Petition und weiter die Welle machen! Hier geht es zur Abstimmung.

Das Echo auf den Speedlog vom 25. Juni war in der Tat überwältigend. Einfach nochmal die positiven und wirklich sachlichen Kommentare im hier verlinkten Beitrag nachlesen. Sie stammen u.a. von „betroffenen“ autofahrenden Rollerfahrern, die sich sehnlichst eine Liberalisierung der alten, starren Regelung wünschen. Wir reden von 25-jährigen Autofahrern, die nach fünf Fahr- und einer Theoriestunde ohne Prüfung (!) maximal 15 PS starke „Leichtkrafträder“ bewegen dürften. Absolut sinnvoll! Nach dem Referentenentwurf soll das neue Gesetz im April nächsten Jahres in Kraft treten. Die Hürden? Zum einen stammt der aus Branchensicht unisono gutgeheißene Vorschlag von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der wegen des Pkw-Maut-Desasters politisch angeschlagen wirkt. Zudem wettern die bekannten Sicherheitsexperten, die Versicherungsbedenkenträger und die Fahrschullobby, als ginge die Welt unter, wenn die Reform käme. „Beißreflex“ nannte das mein Kollege Frank Roedel von „Motorrad News“ jüngst in seinem Leitartikel zum Thema. Hinzu kommen die Mainstreammedien, die mit der unkritischen und äußerst einseitigen Auseinandersetzung mit dem Thema die Volksseele hochkochen lassen. Uwe Seitz von „PS“ schrieb zutreffend: „Was in den meisten Beiträgen deutlich wurde, ist das Motorradfahrer-Image: Raser und lebensmüde Organspender – so denkt Autonormalverbraucher, da relativiert die vierte Macht im Staat nichts!" Und der „PS“-Chefredakteur weiter: „Bei all der Aufregung wurde beispielsweise die Überlegung nahezu unter den Teppich gekehrt, wie sauber unsere Städte wären, wenn Autofahrer wenigstens von April bis Oktober mit 125ern pendeln würden – sie bräuchten ja laut Scheuers Plan keinen extra Führerschein zu machen! Aber das würde ja keiner überleben...“

Was hat die Mondlandung mit dem A1 zu tun?

Ein Jubiläum steht diese Woche an, das mich zu folgenden Gedanken inspiriert: Am 20. Juli 1969 betrat der amerikanische Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Er tat dies mit den berühmt gewordenen Worten: „That’s one small step for a man, one giant leap for mankind.“ Angesichts dieser technisch-menschlichen Meisterleistung, die bereits vor einem halben Jahrhundert möglich war, wäre es doch gelacht, wenn wir es im April 2020 nicht schaffen würden, die in den späten Neunzigerjahren zementierte Stichtagsregelung aufzubrechen, und sie endgültig auf den Mond zu schießen! Dann dürften endlich nicht nur Fahrer, die ihren Führerschein vor dem 1. April 1980 erworben hatten, Leichtkraftrad fahren, sondern vor allem an Zweiradmobilität interessierte, jüngere und agil-mobilere Zeitgenossen als die Autofahrergeneration 57 plus. Denn den Irrsinn der geltenden Stichtagsregelung untermauert doch schon die Tatsache, dass meine liebe 85-jährige Schwiegermutter legal noch auf eine 125er steigen dürfte. Wie heißt es doch in dem bekannten Kinderlied: „Motorrad, Motorrad, meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, meine Oma ist ´ne ganz patente Frau.“ Was meinen Sie?

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