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Weniger Auszubildende im Zweirad-Handwerk

| Autor / Redakteur: Timo Schulz / Christoph Baeuchle

2011 haben weniger Jugendliche einen Ausbildungsvertrag als Zweiradmechaniker abgeschlossen. Allerdings ist dies kein bundesweit einheitlicher Trend.

Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern ging die Zahl neuer Ausbildungsverhältnisse zurück.
Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern ging die Zahl neuer Ausbildungsverhältnisse zurück.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Zweiradhandwerk bildet weniger Mechaniker aus: Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sei im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent auf 660 Lehrverhältnisse zurückgegangen, teilte der Bundesinnungsverband für das Deutsche Zweiradmechaniker-Handwerk mit. Im Jahr 2010 wurden noch 692 neue Lehrverträge unterzeichnet.

Allerdings folgt der Rückgang keinem einheitlichen Trend. Zwar ging die Zahl neuer Ausbildungsverhältnisse in zahlreichen Bundesländern zurück. Gleichzeitig gibt es jedoch positive Ausnahmen: In Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz unterschrieben zum Teil erheblich mehr Jugendliche einen neuen Lehrvertrag zum Zweiradmechaniker.

Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern ging die Zahl der Anwärter zurück: Wurden 2010 noch 80 Ausbildungsverhältnisse neu abgeschlossen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 57. In den westdeutschen Bundesländern blieb die Zahl mit 603 (Vorjahr 612) Neuverträgen relativ stabil.

Noch größer war der Rückgang beim Ausbildungsberuf „Fahrradmonteur“. Im Vergleich zum Vorjahr unterschrieben 2011 mit 262 Jugendlichen knapp zehn Prozent weniger einen Ausbildungsvertrag. Hier gab es nur wenige positive Ausnahmen: Bremen, Rheinland-Pfalz und Thüringen konnten zulegen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen-Anhalt das Niveau halten.

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