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Weniger Tote und Verletzte bei den Kradfahrern

Das Essener Institut für Zweiradsicherheit (ifz) meldet: Die Zahl der bei Unfällen getöteten Zweiradfahrer hat sich seit 1981 halbiert.

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Ein Bild, das zunehmend seltener wird: Nach Unfällen mit dem Zweirad sterben immer weniger Bundesbürger.
Ein Bild, das zunehmend seltener wird: Nach Unfällen mit dem Zweirad sterben immer weniger Bundesbürger.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im vergangenen Jahr haben die Zahlen bei Unfällen verletzter oder getöteter Motorrad- und Rollerfahrer gegenüber 2009 abgenommen. Darauf weist das Essener Institut für Zweiradsicherheit (ifz) in einer aktuellen statistischen Auswertung hin. Danach zeichnet sich ein Rückgang der Zahlen um insgesamt über neun Prozent ab.

Ein endgültiges Ergebnis ließe sich jedoch erst zur Jahresmitte exakt beziffern, so das Essener Institut. Denn erst dann seien alle Zahlen für 2010 vom Statistischen Bundesamt erfasst. „Doch bereits jetzt lässt sich der Trend klar aus unseren Hochrechnungen bestimmen“, freut sich der Leiter des ifz, Dr.-Ing. Achim Kuschefski.

Demnach ist die Zahl Verunglückter insgesamt um 9,1 Prozent gesunken. An diesem Ergebnis haben die Fahrer von amtlich zugelassenen Motorrädern, Kraftrollern und Leichtkrafträdern einen etwas größeren Anteil (-9,4 Prozent) als die Klasse der versicherungskennzeichenpflichtigen Mofas, Mokicks, Mopeds und Roller (-8,7 Prozent). Dafür ist in dieser Klasse der Rückgang um 23,2 Prozent bei den Getöteten der größte Wert in der Gesamtrechnung. Dem Rückgang bei den amtlich zugelassenen Maschinen steht zudem ein Bestandszuwachs von 1,7 Prozent auf 3.827.894 Fahrzeuge (2009: 3.762.561) gegenüber.

Die aktuellen Berechnungen des ifz spiegeln eine Fortsetzung der erfreulichen Tendenz seit Gründung des Instituts im Jahr 1981 wider. Damals waren noch 1.319 Motorradfahrer in Deutschland (nur alte Bundesländer) tödlich verunglückt. Mit 635 Todesopfern im vergangenen Jahr hat sich diese Zahl mehr als halbiert. Obschon auch während der vergangenen 30 Jahre die Zahl zugelassener Kräder angestiegen ist – um fast 450 Prozent. Auch bei den nicht zulassungspflichtigen Mofas, Mokicks, Mopeds und Rollern zeigte sich ein starker Rückgang bei den Todesopfern. Waren es 1981 noch 599, ist ihre Zahl im vergangenen Jahr auf 76 gesunken.

Als Ursachen macht Kuschefski ein gestiegenes Sicherheitsbewusstsein, bessere Technik bei den Fahrzeugen und der Schutzkleidung wie auch besser geübten Fahrern aus – Bereiche, in denen sich das Essener Institut seit seiner Gründung stark engagiert. „Wir arbeiten daran, dass dieser positive Trend anhält, was die aktuellen Zahlen auch hoffen lassen!“, so der Leiter des ifz. Dazu will das Institut den ständigen Dialog mit Vertretern aus Politik, Behörden, Verkehrssicherheitsorganisationen und Verbänden ebenso verstärken, wie den Austausch zwischen Unfallforschung und Industrie. Kuschefski: „Der von uns eingeschlagene Weg hat sicher erheblichen Anteil an diesen Erfolgen und ermutigt uns, zu weiteren Anstrengungen.“

Die endgültigen Verunglücktenzahlen des Statistischen Bundesamtes für das gesamte Jahr 2010 und eine entsprechende Vergleichsmöglichkeit mit 2009 werden erst zur Jahresmitte vorliegen.

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