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Wenn der B-Day im Netz die Welle macht

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 05/2017/I), Folge 475: Am vergangenen Sonntag durfte ich meinen Geburtstag feiern – und meine Freunde und die Branche gratulierte kräftig mit. Klar, dass die Motorrad-Community in Zeiten von Web 2.0...

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Business Media)

...in Sachen Glückwünsche klar die Nase vorn hatte. Den Vogel schoss mein Facebook-Kanal ab: Insgesamt 227 Einträge mit netten und durchaus inspirierenden Inhalten erreichten mich anlässlich meines Wiegenfestes. Immerhin durfte ich im Familien- und Freundeskreis sowie im Büro exakt 38 Mal die Hände schütteln (hab' ne Strichliste geführt!) und Umarmungen entgegen nehmen; den herzlichen Kuss meiner Gattin lasse ich an dieser Stelle mal außen vor. Der analoge Glückwunsch-„Kanal“ hat sich also ganz wacker geschlagen.

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Der dritte Platz ging dann wieder an die digitale Welt, nämlich an Xing: 16 Geburtstagsnachrichten erreichten mich über Deutschlands wichtigstes Online-Karrierenetzwerk. Das weltweit agierende Xing-Pendant Linkedin spielte geburtstagstechnisch zumindest in meinem Account keine Rolle. Dafür ertönte 15 Mal der Klingelton meines Facebook-Messengers auf Tablet und Handy, neun Mal klingelten leibhaftig Festnetz- und Mobiltelefon, sieben Mal piepste es auf Whatsapp, fünf E-Mails trudelten herein und immerhin – zwei Glückwunsch-Postkarten erreichten das Geburtstagskind pünktlich zum Wiegenfest. Nicht zu vergessen die mit einem Geschenkgutschein versehene Gratulationskarte meiner drei Redaktionsassistentinnen! Briefe? Fehlanzeige! Werden heutzutage offenbar keine mehr geschrieben.

Achten Sie doch auch einmal darauf, wie sich Ihr Kommunikationsverhalten in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Die Möglichkeiten, mit denen Menschen untereinander Kontakt aufnehmen und halten, haben sich enorm erweitert. Man mag das kritisieren oder für gut befinden. Ich jedenfalls finde es durchaus bereichernd, auch wenn es manchmal anstrengend ist und sich so eine Art„Geburtstagsglückwunschmanagement“ herauskristallisiert hat. Wie alt ich denn nun eigentlich geworden bin, wollen Sie wissen? Nun, einfach meine Facebook-Freunde fragen. Die wissen Bescheid.

In Sachen Kundenkommunikation zeigt das Beispiel „Wenn der B-Day im Netz die Welle macht“ aber überdeutlich: Unsere Familie, Freunde, Kollegen und Kunden sind im Netz unterwegs. Und kommunizieren auf viele Arten, nutzen dabei alle sich bietenden Kanäle. Wohl dem, der ein Auge darauf wirft. Wer beide zudrückt, dem entgehen potenzielle Chancen, mit dem Menschen in Kontakt zu treten und womöglich ein Geschäft zu machen.

Was halten Sie von den digitalen Kundenkontaktkanälen? Fluch oder Segen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Berichten Sie mir von positiven wie negativen Beispielen. Vielleicht können wir alle was daraus lernen...

(ID:44497723)

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