Wenn Frau Ministerin am Gashahn zieht

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 08/2017/II), Folge 482: Wann hat es das zuletzt gegeben? Ein prominenter Bundesminister lässt sich auf einem Motorrad sitzend ablichten? Im Berliner BMW-Motorrad-Werk geschehen noch Zeichen und Wunder. Raten Sie mal, vom wem...

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Business Media)

...hier die Rede ist? Ausgerechnet die SPD-Politikerin und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles klemmte sich öffentlichkeitswirksam hinter den Lenker einer BMW R 1200 RS. Als Sozia dahinter thronte ihre französische Amtskollegin Myriam El Khomri. Aber was heißt hier ausgerechnet Nahles? Ich erinnere mich daran, gelesen zu haben, dass die ambitionierte Politikerin aus der Eifel beim Autofahren gerne mal auf's Gaspedal drückt. Und tatsächlich finde ich via Google den passenden Text „Ich fahre gerne schnell“ aus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Mai 2013. Im Interview erläutert sie, dass ihr bisher bestes Adrenalinerlebnis eine Fahrt auf dem Nürburgring mit dem Rennfahrer Christian Abt in einem Lamborghini Gallardo gewesen sei. Sie sei den Kurs selber schon oft gefahren, auch mit Peter Struck auf dem Motorrad durch die „grüne Hölle“. Das nötigt mir Respekt ab und die Ministerin gewinnt bei mir ein paar Punkte auf der Sympathieskala hinzu. Im BMW-Motorrad-Werk standen freilich andere Themen im Fokus als Tempo und Motorrad-Rasanz: Es ging um Digitalisierung der Arbeitswelt und Industrie 4.0.

Was gab und gibt es noch Neues in der Motorrad-Community? Nun, mein Bericht über den spannenden Europacup der Zweiradberufe, der am vergangenen Wochenende im Rahmen der Swissmoto 2017 in Zürich stattfand, zieht seine Kreise unter dem Zweiradmechaniker-Nachwuchs.

Besonders gefreut hat mich das Feedback von Daniel Schärer, Generalsekretär 2Rad Schweiz, über meine Mithilfe bei der medialen Begleitung des Europacups der Zweiradberufe: „Vielen Dank für deinen Effort. Herzliche Grüße, Daniel“. Effort – was für ein schönes und wertschätzendes Wort für mein Engagement und meine „Anstrengungen“! Sprachlich sind die Schweizer einfach klasse. Schwyzerdütsche Messedurchsagen wie „Das Töff mit der Nummer Zürich-XYZ bitte dringend umparkieren“ haben einen sympathischen Klang in meinen Ohren. Gefällt mir mindestens ebenso so gut wie der Wiener Schmäh, der in Österreich gepflegt wird, habe die Ehre.

Heute Nachmittag steht ein Telefoninterview mit dem neuen Vertriebsleiter des Motorrad-Notrufsystems Dguard auf dem Programm. Von Erwin Van Hoof hoffe ich noch ein paar Einzelheiten mehr zum Start der Vertriebskooperation des Motorrad-E-Call-Systems made in Sachsen mit dem Stephanskirchener Motorradzubehörspezialisten Alphatechnik zu erfahren.

In letzter Zeit häufen sich die Zahl der Rückrufe, die in unserem Online-Themenkanal „Technik“ landen. Im Februar 2017 schlugen je zwei Mal Yamaha und Triumph und einmal Indian bei uns auf. Was nicht heißt, dass es nicht auch noch andere Rückrufe gegeben hat. Diese Marken nehmen ihre Verpflichtung zur Aufklärung und Transparenz gegenüber ihren Kunden sehr ernst. Mitarbeiter aus Handel und Werkstatt sehen das freilich mitunter anders. So kommentierte ein Yamaha-Händler: „Rückruf um Rückruf – trotz Rückvergütungen von Yamaha wird das Ganze für uns Händler einfach nur noch ,lästig'!“ Wie sehen Sie das? Gab's früher weniger Rückrufe? Wie viel Zeit müssen Sie im Schnitt dafür aufwenden? Und werden die diversen Rückrufaktionen von den Herstellern und Importeuren immer fair und kostendeckend abgewickelt? Dazu gibt es die passende »bike und business«-Umfrage im Netz. Machen Sie mit und stimmen Sie ab!

Hinweis in eigener Sache: Beim Award „Motorradhändler des Jahres“ haben bislang 182 Betriebe den Online-Quick-Check aufgerufen. Zwei Dutzend Betriebe haben sich bis zum Ende durchgearbeitet und uns dann noch ihre Kontaktdaten genannt. Bravo! Denn nur, wenn wir wissen, wer sich bewirbt, können wir die einzelnen Unternehmen auch vorab bewerten und Feedback geben. Das Gros der Digitalbewerber vergisst leider allerdings – bewusst oder versehentlich – uns am Ende Ross und Reiter zu nennen.

Der Countdown läuft: noch 35 Tage bis zum ersten Einsendeschluss (31. März). Nutzen Sie die Vorsaison noch für einen schnellen Test, der nur wenige Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Es lohnt sich, sich bei uns auf den Prüfstand zu stellen. Also auf zum Online-Check. Und nicht vergessen: Nennen Sie uns bitte am Schluss der Abfrage Ihren Namen und Adresse! Super!

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