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Wie geht‘s weiter mit Suzuki-Böhmer?

Autor / Redakteur: Felix Böpple / Martina Eicher

Der Insolvenzverwalter sieht wenig Chancen, dass der insolvente Betrieb einen neuen Käufer findet oder weitergeführt wird.

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Kay Böhmer, Chef des Motorradladens Böhmer in Bad Oldesloe, möchte sich zum laufenden Insolvenzverfahren nicht äußern.
Kay Böhmer, Chef des Motorradladens Böhmer in Bad Oldesloe, möchte sich zum laufenden Insolvenzverfahren nicht äußern.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Motorradladen Böhmer KG aus Bad Oldesloe, der beste Suzuki-Vertriebspartner des Jahres 2009, ist pleite. Am 31. Mai berichtete »bike und business« unter der Überschrift „Suzuki Böhmer kämpft um seine Existenz“ erstmals über den Fall, wonach Unternehmer Kay Böhmer Insolvenz anmelden musste. Der Insolvenzverwalter Wolfgang Weidemann äußert sich zum aktuellen Stand: „Mittlerweile ruhen die Geschäfte seit zwei Monaten. Nach den bisher geführten Gesprächen gehe ich momentan nicht davon aus, dass der Betrieb weitergeführt wird.“ Die erste Gläubigerversammlung im Amtsgericht Reinbek im Juni ergab ebenfalls kein fundiertes Ergebnis. Bisher stand zur Debatte, ob sich ein neuer Käufer findet oder der Laden ganz dichtmachen muss.

Kay Böhmer wollte sich auf Anfrage von »bike und business« generell nicht zum Insolvenzverfahren äußern. Nur soviel: Man habe auch kaufmännische Fehler gemacht. Bevor dem Unternehmen die finanzielle Luft ausging, glänzte es in den Suzuki-Statistiken. Teilweise konnte Böhmers Team den Verkauf von Neufahrzeugen um bis 25 Prozent steigern. Das führte dann auch dazu, dass Böhmer und sein Team beim »bike und business« Award Motorradhändler des Jahres 2009 auf dem fünften Platz landete. Trotzdem musste Suzuki-Böhmer Mitte Februar 2011 das Insolvenzverfahren eröffnen. Mittlerweile ist auch die Homepage des Unternehmens abgeschaltet: „404 not found“ leuchtet einem da nach Eingabe von www.motorradladen-boehmer.de entgegen.

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