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Wie Mitarbeiter-Spaßbremsen den Teamgeist gefährden

| Autor / Redakteur: Thomas Slany / Valeria Schulte-Niermann

Mal Hand aufs Herz – wie zufrieden sind Sie denn mit Ihrem Personal? Ich hoffe doch gut! Zählen Sie vielleicht zu den glücklichen Chefs, die sich auf Ihre Mannschaft nahezu vollständig verlassen können?

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(Bild: ©evan_ers/Fotolia.com [M] – Haselmann)

Ihr Technik-Team zum Beispiel besteht aus motivierten und treuen Mitarbeitern, die stets pünktlich sind, die sauber und gewissenhaft ihre Aufträge abarbeiten und die eine gesunde Teamorientierung besitzen? Oder plagen Sie sich mit der ein oder anderen „Spaßbremse“ im Team herum, so dass es im gesamten Betrieb unverhältnismäßig oft knirscht?

Vielleicht genau dieser Typ von Mitarbeiter, der wie ein schwarzes Loch fürchterlich viel Kraft, Aufmerksamkeit und Arbeitszeit kostet und der mit seinem unkollegialen und beratungsresistenten Wesen auch den Rest der Mannschaft regelrecht nach unten zieht?

Zugegeben – die Kunst, allen und allem gerecht zu werden ist als Inhaber in seiner Multiplexfunktion, nur so aus dem Handgelenk heraus, meist kaum noch machbar. Gerade bei der Personalführung benötigen Sie eine gute Portion Kommunikationsfähigkeit, viel Fingerspitzengefühl und klare Ansagen. Denn es gilt ja, die unterschiedlichsten Typen und Charaktere, zu einem Team zusammenzuführen und zum Wohle eines positiven Betriebsergebnisses weiter zu entwickeln. Allerdings gibt es, wie für alles andere im Leben, auch Grenzen. Werden von Mitarbeitern bzw. vom Personal strickte Arbeitsanweisungen bewusst nicht eingehalten, sanktioniert oder sogar gegen die eigene Firma gearbeitet, hört der Spaß definitiv auf. Eskaliert hier die Situation und ist nach Ihrem persönlichen Ermessen keine belastbare Sinneswandlung bei besagter Person zu erwarten, hilft nur die rote Karte. Denn handeln Sie hier nicht sofort und rigoros, kann die Nummer für Sie unter Umständen ganz blöde ausgehen. Meist reagiert so ein „Unruheherd“ dann sehr pragmatisch und lässt sich von Ihnen noch über den Winter ziehen, um dann pünktlich zum Frühjahrsgeschäft mit einer Krankmeldung daherzukommen. Deshalb lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Ist das worst-case-Szenario eingetreten, sollten Sie sich auch nicht von Drohungen des angezählten Mitarbeiters wie „ …wenn ich gehe, nehme ich.…mit!“ beeindrucken lassen. Auch wenn die augenblickliche Situation Ihnen alles abverlangt, so sollten Sie sich stets bewusst sein – jede(r) ist ersetzbar! Meist löst so eine Entlassung auch einen kleinen Motivationsschub bei den verbliebenen Mitarbeitern aus und es ergeben sich für Sie, wie aus dem Nichts heraus völlig neue Perspektiven. Gehen Sie offen mit dem Thema um und ziehen sie Ihre Leute ins Vertrauen. Nur so merken die Mitarbeiter, dass Sie deren Arbeit und deren Einsatz für die Firma auch wertschätzen.

Mein Tipp an dieser Stelle: Insofern Sie es bei Ihnen im Betrieb noch nicht einsetzen, wäre jetzt ein geeigneter Zeitpunkt, klar definierte Stellenbeschreibungen für jede Arbeitsstelle einzuführen. Dieses Schriftstück kann Ihnen bei zukünftigen personellen Grenzfällen unter Umständen sehr gute Dienste erweisen und ein gewisses Gefahrenpotential von vornherein einschränken. Denken sie einmal darüber nach.

Der Beitrag stammt von Thomas Slany, 2wheelpromotion.com

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