Wie viel Atomkraft darf ein Stromscooter tanken?

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 19/2014/III). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
(Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Würzburg, den 9. Mai 2014 – Die Meldung, dass der Elektroscooter BMW C Evolution in der DTM bei BMW für ein emissionsloses Fahrerlager sorgt, hat den »bike und business«-Newsletter-Empfänger Arnold Beyer von B Bags aus Ravensburg auf den Plan gerufen. „Betreffend des EMISSIONSFREIEN FAHRERLAGERS möchte ich erinnern: In den Achtzigern gab es diese blöden Aufkleber „Atomkraft, nein danke! Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose!“ Sie erinnern sich vielleicht ... altersmäßig dürften wir nicht zu weit auseinanderliegen ... ;-)))) Ihre (unsere) Begeisterung in allen Ehren, Elektromobilität bedeutet jedoch nicht Emissionsfreiheit ... sie findet einfach nur ANDERSWO statt!“.

Da hat Herr Beyer natürlich recht. Es kommt darauf an, wie man den Strom vorher produziert hat. Doch wer weiß - vielleicht lassen die BMW-Elektrostrategen ihre (fast) lautlos rollenden Kisten alle am mobilen Solar-Panel aufladen. Unabhängig davon gehe ich mit Arnold Beyer konform, dass wir bei aller Begeisterung über neue Elektromobilitätskonzepte dennoch auf dem Boden der Realität bleiben sollten. Wie ich bereits an dieser Stelle schrieb: der Verkaufspreis von 15.000 Euro für den BMW C Evolution ist nicht gerade von Pappe und dürfte - wenn überhaupt - nur von gut verdienenden Avantgardisten zu leisten sein. Es wäre doch sehr überraschend, wenn der weiß-blaue Stromer vom Fleck weg hyperrelevante Stückzahlen erzeugen würde. Und auch die Fahrzeuge der anderen Stromrolleranbieter wie Emco, Govecs, Etropolis & Co. oder des Elektromotorrad-Herstellers Zero sind keine Selbstläufer.

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