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Wir bei Bihr

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 37/II), Folge 718: Der frühe Vogel frisst den Wurm hieß für mich jüngst die Devise einer Geschäftsreise ins benachbarte Ausland. Noch vor fünf Uhr in der Früh raus aus den Federn, ein Glas Milch im Stehen, ein paar Bissen...

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group)

...in die Banane, um dem Körper die notwendige Energie zuzuführen und schon sitze ich ob der morgendlichen Kühle etwas fröstelnd im Cockpit des Sixt-Leihwagens, einem schwarzen Mercedes GLK 220 CDI, und tippte „Rue Robert Schuman" in 68870 Bartenheim, Frankreich ins Navi ein. 378 Kilometer, 3 Stunden 47 Minuten zeigte das Display an. Also nix wie los. Es ging zum europäischen Großhandelsriesen Bihr ins Elsass. Zuvor ließ ich noch meine neue Redaktionspraktikantin Melissa Mager (21), Studentin der Germanistik in Mainz, einsteigen. Trotz der frühen Uhrzeit leuchteten ihre Augen wach. Kein Wunder, durfte sie mich doch bereits am dritten Tag ihres sechswöchigen Schnupperpraktikums bei der Vogel Communications Group bei einem Kundenbesuch begleiten, noch dazu ins Ausland. Der kurz darauf einsetzende Sonnenaufgang belohnte uns zwei Frühaufsteher mit einem beeindruckenden Lichtschauspiel am Horizont.

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Erfreulicherweise blieben wir an diesem wunderschönen Tag – mit einem durchgehend stahlblauem Himmel – auf den Autobahnen A81 und A5 Richtung Süden von Staus verschont. Überpünktlich um kurz nach halb zehn Uhr überquerten wir bei Mülhausen die deutsch-französische Grenze und parkten nur wenig später auf dem Hof der Bihr-Headquarters unser Auto. Fast zeitgleich stieß Andreas Holzer von AH Agentur für Kommunikation! zu uns, der den Termin mit der Geschäftsleitung von Bihr organisiert hatte.

Großes Bonjour im schicken Meetingraum der Company, begleitet von starkem französischen Kaffee und dem Austausch von kräftigen Handshakes. Am manuellen Drücker: Christophe Piron (CEO), Thierry Chonglez (European Digital and Brand Marketing Manager) und Laurent Herrmann (Regional Communication Manager). Schnell einigten wir uns auf englisch als Konferenzsprache. Passt in der Regel auch immer ganz gut, wenn sich zwei Parteien, die nicht englische Muttersprachler sind, sich auf einem in etwa ähnlichen Sprachniveau auf gleicher Zungenhöhe bewegen. Das ist zumeist immer super-verständlich.

Hinter den Kulissen des Logistikreiches

Nach dem ersten Kennenlernen und dem Austausch der Visitenkarten ging es sogleich zu einem äußerst informativen Rundgang durch das 22.000 Quadratmeter große Reich von Logistikchef Jérôme Rapp. Insgesamt stehen Bihr neben Bartenheim drei weitere solcher Verteil- und Logistikzentren in Europa zur Verfügung – mit einer Lagerfläche von insgesamt über 40.000 Quadratmetern. Zwei davon in der Nähe von Valencia und eines in Göteborg (Schweden). In Spanien arbeitet Bihr mit der Firma Vicma zusammen, in Schweden mit Duells. In der Schweiz gehört das Unternehmen Pichard zum Portfolio, es sitzt in Ecublens bei Lausanne am Genfer See.

War unheimlich spannend, wie professionell die Fäden des Teile- und Zubehör-Hubs in Bartenheim, inmitten des Dreiländerecks zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz, zusammenlaufen. So ein Logistikzentrum heutzutage ist schon ein komplexer Organismus. Jérômes Fachwissen über moderne Lager- und Logistikprozesse sprudelte regelrecht aus ihm heraus. Ist schon faszinierend, wie effizient, präzise und zuverlässig man hier mit rund 350 Marken, 200.0000 Artikeln und in toto 14.000 Händlerpartnern zusammenarbeitet. Der Mann brennt für seinen Job.

Powering your passion

Das tun definitiv aber auch alle anderen Mitarbeiter des Teams, denen wir während unserer etwa vierstündigen Entdeckungsreise durchs Bihr-Universum begegneten. Allen voran der authentische CEO Christophe Piron. Vor einigen Jahren hat er sich sogar durchgerungen, das elterliche Motorradverbot aufzuheben und Rache zu nehmen, indem er endlich seinen Motorradführerschein gebaut hat. Mit dem Bikevirus hat er im letzten Familienurlaub jetzt sogar seine Frau angesteckt, die nun ebenfalls die Lizenz zum Biken anstrebt. Wenn es der Terminkalender zulässt, fährt sich der vielbeschäftigte Manager, der zwischen seinem Wohnsitz in Belgien und dem Südelsass hin- und herjettet, den Kopf im Sattel einer BMW R nine-T Scrambler frei.

„Powering your Passion“ heißt der Firmenslogan von Bihr. Dieser Leitsatz der Company ist gewiss keine hohle Phrase, sondern wir haben ihn unverfälscht und ehrlich zu jeder Sekunde unserer Firmeninspektion in den Köpfen und Herzen unserer frankophilen Gesprächspartner gespürt. Stoff genug zum Erzählen und viele schöne Bilder haben wir mit nach Hause gebracht. Vor allem, mit welchen Strategien Bihr nun den Vertrieb von Motorrad- und Scooter-Bekleidung und -Helmen in Deutschland vorantreiben möchte. Außerdem pusht Bihr ja seit Mitte des Jahres zusätzlich das Geschäft (inklusive Teile- und Zubehörsortiment) in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Slowenien pusht. Für das Deutschlandbüro in Pulheim bei Köln sucht Bihr derzeit den deutschen Marketing Activator.

Jetzt gilt es, die Homestory zu vollenden. Danke an Melissa, die fleißig mitgeschrieben und fotografiert hat. Da konnte sich der Chef ganz auf's Gespräch konzentrieren. Nachzulesen und zu -sehen sein wird unser Gemeinschaftswerk in der Printausgabe »bike und business« 9-10/2019, die ab 4. Oktober auf Ihren Schreibtischen liegt. Freuen Sie sich drauf.

(ID:46122999)

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