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Wo der Ofen glüht

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 42/2014/II). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
(Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Würzburg, den 17. Oktober 2014 – An diesem Morgen, wenn dieser Newsletter bei Ihnen in der Mailbox landet, braust die Jury des »bike und business«-Awards „Motorradhändler des Jahres“ irgendwo auf der Autobahn zwischen Meißen und dem Thüringer Wald ihrem letzten Ziel auf der diesjährigen Nordroute entgegen: Motorrad Henkel in Suhl. Tony Henkel ist der zwölfte und damit letzte Kandidat auf unserer Juryrundreise. Über 3.000 Kilometer haben wir dann bereits hinter uns. In der nächsten Woche werten wir die Bewertungslisten der einzelnen Jurymitglieder aus und legen das finale Ranking fest. Was wir auf der Nordroute bislang erlebt haben, fasst an dieser Stelle mein Redaktionspraktikant Chris Sternitzke zusammen, den ich gleich zu Beginn seiner dreimonatigen Lehre bei mir als „rasenden Reporter“ eingespannt habe. Bislang konnte ihm der Wurf ins kalte Wasser nichts anhaben. Ich bin selbst sehr gespannt, wie Chris' publizistischer Versuch ausfällt, die vielen Highlights unserer Reise zu den besten Händlern der Republik zu beschreiben. Doch nun O-Ton Chris:

Gerade meine zweite Woche als Redaktionspraktikant bei der »bike und business« und schon geht es auf große Fahrt. Die Juryrundreise zum Motorradhändler des Jahres steht an und ich darf das Team als rasender Reporter bei den Händlern der Republik unterstützen. Es geht Schlag auf Schlag.

Tief im Westen… Tief im Westen… So beginnt Herbert Grönemeyer die Hymne an seine Heimatstadt Bochum. Unter dem Motto tief im Westen standen auch die ersten beiden Termine auf unserer Reise. Die erste Station führte uns nach Lüdenscheid zu Timm´s Zweiradschmiede, einem Newcomer. Der sympathische, selbstbewusste 33-Jährige Besitzer Timm Lösenbeck eröffnete den Laden im April 2013. Der Zweiradmechanikermeister vertreibt gebrauchte Motorräder. Vom Newcomer führte uns der Weg zu einem alten Hasen ins WSC-Center Neuss. Der Inhaber Roland Matthes führt den Laden mit familiärer Atmosphäre bereits seit 25 Jahren und vertreibt seit zirka 20 Jahren Motorräder. Nach Firmengründung verkaufte der authentische Firmengründer zunächst Bootsmotoren, welche immer noch ein zweites Standbein sind. Aus dem tiefen Westen führte uns die Route dann ganz in den hohen Norden. Zwei Hansestädte waren unsere Destination. Zunächst ging es an die Elbe nach Hamburg zu BMW-Motorrad Stüdemann. Dort begegneten wir Inhaber Jochen Ernsting, der als ehemaliger Leiter der BMW-Niederlassung Hamburg in diesem Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Das Team um Ernsting präsentierte sich als äußerst interessante, heterogene Mischung aus jungen und alten, männlichen und weiblichen Mitarbeitern. Danach führte die Reise fort, weiter ostwärts in die großen Weiten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Genauer, in die großen Weiten der Marke Harley-Davidson zu Händler Michael Brose nach Rostock. Besonders pfiffig der Slogan einer jungen Werkstattmitarbeiterin: „Hier glüht der Ofen“, diesem Bild gab es nichts entgegenzusetzen. In Rostock erlebten wir ein Team, dass für Harley-Davidson und für ihre Niederlassung brennt. So viel zum ersten Teil unserer Rundreise. Ich freue mich schon darauf, im nächsten Newsletter meine Erlebnisse aus dem zweiten Teil des Trips schildern zu dürfen.

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