Suchen

WSC Neuss: Qualität statt Masse

| Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Martina Eicher

WSC Neuss landete unter den Top Ten beim »bike und business«-Award „Motorradhändler des Jahres 2014“.

Firma zum Thema

Schlagkräftige Truppe: Bei WSC Neuss ziehen die insgesamt fünf Mitarbeiter alle an einem Strang – für die Kunden.
Schlagkräftige Truppe: Bei WSC Neuss ziehen die insgesamt fünf Mitarbeiter alle an einem Strang – für die Kunden.
(Foto: Konrad Wenz)

Davon träumt wohl jeder: Mit etwas, was man sehr gerne tut, den Lebensunterhalt zu verdienen. Bei Roland Matthes ist das so: „Motorradhandel ist mein Hobby und ich komme jeden Morgen gerne in mein Geschäft.“ Und genau das macht sich bei dem Neusser Moto-Guzzi- und Aprilia-Händler „WSC Neuss“ bemerkbar, etwa an den Kundenevents, an der sauberen Werkstatt und an motivierten Mitarbeitern.

Der Betrieb ist in jeder Beziehung vorzeigbar. Eine Besonderheit: Es gibt keine klare Grenze zwischen Werkstatt und Showroom. Alles ist eins, und so bekommt der Kunde in der gleichen Halle ein Fahrzeug verkauft, in der es später gewartet wird, ohne Abtrennung oder Sichtschutz. Das stellt ganz besondere Ansprüche an die Sauberkeit im Werkstattbereich. Hier liegt nichts rum, weder ausgebaute Teile noch demontierte Verkleidungen, obwohl an den Kundenmotorrädern geschraubt wird. Alles, was nicht direkt mit der momentanen Arbeit des Mechanikers zu tun hat, wird von ihm weggeräumt, und zwar aus dem Sichtfeld des Kunden in die obere Etage. Pro Auftrag opfern die Neusser etwa eine halbe Stunde, nur um Teile wegzuräumen oder zu holen.

Bildergalerie

Der gelernte Kfz-Meister hatte seine Selbstständigkeit vor rund 25 Jahren mit einem großen Ziel gestartet: Mit 55 Jahren wollte er es geschafft haben und in Rente gehen. „Da hätte ich 2014 aufhören müssen“, berichtet Matthes. Aber der Spaß an der Arbeit überwiegt, und so hat der Neusser Unternehmer sogar einen Neubau in Angriff genommen, der 2015 bezogen werden soll. Nur 200 Meter vom alten Standort entfernt entsteht ein neuer Betrieb. Zugegeben, das passiert nicht ganz freiwillig, denn der bisherige Betrieb ist nur gepachtet und der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet. Aber vom Aufhören und in die Rente gehen ist Matthes noch ziemlich weit entfernt – auch wenn das Geschäft ihn immer wieder stark beansprucht.

Beispielsweise sind die Neusser in der Saison nahezu jedes Wochenende unterwegs. Sie packen dann acht bis zehn Motorräder auf ihren Transporter und besuchen Veranstaltungen oder einfach nur Bikertreffs, wie das Café Schräglage oder das Café Hubraum. Darüber hinaus gibt es in der Umgebung einen Reiterhof, der einmal im Jahr ein großes Event veranstaltet. Auch da ist der Motorradhändler regelmäßig mit mehreren Fahrzeugen vertreten.

Zudem hat er eine Kooperation mit Polo abgeschlossen. Die Neusser haben in der ortsansässigen Filiale immer fünf bis sechs Motorräder stehen. Das bringe im Jahr zwischen 25 und 30 Kundenkontakte und fünf bis sechs Motorräder würden über diesen Weg verkauft. „Dafür schicken wir unsere Kunden in die Polo-Filiale, wenn sie nach Biker-Klamotten fragen“, sagt Matthes.

(ID:43419080)