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Yamaha: Aufbruch in eine neue Ära?

Der japanische Hersteller bleibt auf der Überholspur und lässt auf der Eicma in Mailand die Bike-Muskeln spielen.

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Yamaha YZF-R1 mit 200 PS on track.
Yamaha YZF-R1 mit 200 PS on track.
(Foto: Yamaha)

2014 ist für Yamaha mit der Vorstellung der MT-09, der MT-07, der MT-125, des Dreirads Tricity sowie der zweiten Generation der YZF-R125 sehr erfolgreich verlaufen. Diese Neuvorstellungen für 2014 haben bei Motorradfahrern in ganz Europa viel Begeisterung ausgelöst. Das Resultat waren äußerst bemerkenswerte Verkaufserfolge. Hinzu kam eine ganze Reihe von „Bike of the Year“-Siegen. Diese Erfolgsgeschichte beflügelt Yamaha in dem Bestreben, dem Modellprogramm weitere Highlights hinzuzufügen und die Welt des Motorradfahrens durch neue, aufregende Dimensionen zu bereichern.

Yamaha - die Eicma-Kracher (2015)
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Seit 2014 steht der neue Marken-Slogan „Revs Your Heart“ über der Yamaha Motor Group, teilt das Unternehmen heute auf der Eicma in Mailand mit. „Der Slogan ist Ausdruck unseres Bestrebens, Motorräder und Roller zu entwickeln, die in vielen Bereichen die Erwartungen der Menschen übertreffen. 2014 war für Yamaha das Jahr des Comebacks; 2015 wird Yamaha den Weg in die Zukunft weisen.“

Motor, Fahrwerk und elektronische Regelsysteme der neuen YZF-R1 wurden von der M1 abgeleitet. Die neue R1 soll nicht nur ein Hochleistungsmotorrad sein, sondern die „Verkörperung der Absichtserklärung an die Welt, dass Yamaha wieder bereit ist, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen und eine Führungsrolle zu übernehmen“. Starke Worte, die von Selbstbewusstsein zeugen.

Die neue YZF-R1

Nur der Name ist geblieben, aber alles andere an der neuen Generation dieses Superbikes hat sich geändert. Der Motor ist ein 998 cm³ großes

Reihenvierzylinder-Crossplane-Triebwerk mit 147 kW (200 PS). Vieles dabei wurde von der Technik der M1 abgeleitet. Die R1 ist ein Motorrad, bei dem der Rennstreckeneinsatz klar im Fokus steht. Der Deltabox-Rahmen des Aluminium/Magnesium Fahrwerks hat einen kurzen Radstand. Neben Magnesiumrädern kommen für den ultimativen Track-Einsatz auch feinste Federungselemente zum Einsatz. Mit Verkleidungs- und Anbauteilen in den Farben Race Blu und Vivid Red, mit „verborgenen“ LED-Scheinwerfern und zentralem Lufteinlass dokumentiert sie auch optisch ihre von der M1 abgeleitete DNA. Mit an Bord sind auch die von der M1 abgeleiteten Steuerungs- und Regelsysteme. Sie erlauben dem Racer oder Track-Nutzer, das volle Potenzial des Motorrades auszuschöpfen. Der Sensorcluster IMU (Inertial Measurement Unit) ermöglicht dem Fahrer die Kontrolle von Traktion, Slides, Wheelie-Neigung, Bremsen und Startvorgang und hebt die Track-Performance auf ein neues Niveau.

Special Edition YZF-R1M

Glanz in die Bikehütte bringt die Special Edition YZF-R1M: Sie wird in limitierter Stückzahl produziert und kann nur über einen Importeur bezogen werden. Sie unterscheidet sich vom Serienmodell durch Carbon-Verkleidungsteile in der Farbe Silver Blu Carbon und bietet ein noch höheres Ausstattungsniveau. Ihr GPS unterstütztes Communication Control System ermöglicht dem Fahrer und seinem Boxen-Team, Rundenzeiten und andere Fahrdaten auf einem Android-basierten Tablet zu analysieren. Das elektronische Racing Fahrwerk ERS (Electronic Racing Suspension) soll ultimative Handlingeigenschaften bieten.

MT-09 Tracer

Für 2015 präsentiert Yamaha außerdem die MT-09 Tracer, einen fahraktiven Tourer mit scharf gezeichneten Verkleidungslinien, einem größeren Kraftstofftank und Befestigungsmöglichkeiten für das Gepäck am Heck. Dank einstellbarer Sitzposition und ABS vereinigt die Tracer starke Dreizylinder-Power mit ernstzunehmendem Tourer-Potenzial. Sie ist in den Farben Lava Red, Matt Grey und Race Blu lieferbar und bereichert als Tourer die MT-Familie um eine weitere Facette.

YZF-R3

Die YZF-R3 wurde bereits am 16. Oktober vorgestellt, wird aber erst auf der Eicma zum ersten Mal live zu sehen sein. Sie wendet sich an neue Fahrer ebenso wie an Aufsteiger aus der 125er Klasse. Als kompakter, agiler Supersportler fügt sich die R3 nahtlos ein zwischen der R125 und der R6. A2 Führerscheininhaber dürfen sich auf R-Serien-Style und -Technologie freuen.

Dafür zuständig sind ein neuer 320 cm³ Zweizylindermotor und ein leichtes Fahrwerk. Mit markantem Doppelscheinwerfer, leichten 10-Speichen-Alurädern und lackiert in Race Blu oder Midnight Black bietet die R3 R-Serien-DNA pur.

Die Roller-Offensive

Yamaha startet mit dem stärksten und vielfältigsten Roller-Modellprogramm in das Jahr 2015. Noch nie zuvor in der Firmengeschichte umfasste das Angebot mehr als zwanzig Modelle, die sich auf die Segmente Sport, neue Mobilität, City, Elektro-Fahrzeuge und 50 cm³-Roller verteilen.

Das Flaggschiff im Roller-Angebot von Yamaha, der T-MAX – erneut bestverkaufter Maxi-Roller in Europa, profitiert im kommenden Jahr von einer Reihe stilistischer und technischer Verbesserungen. Für 2015 stellt Yamaha zwei neue Versionen des richtungsweisenden Sport-Modells vor, die sich beide durch ein völlig neues Frontverkleidungs-Design auszeichnen und – erstmals an einem Yamaha Roller – eine Upside-down-Gabel besitzen sowie ein schlüsselloses Zugangssystem aufweisen. Sowohl das Standard-Modell

T-MAX als auch das Sondermodell Iron Max hat Yamaha auf der Eicma enthüllt.

Im Sport-Segment arbeitet Yamaha weiterhin eng mit den Spezialisten von Momo-Design zusammen, um neue Versionen der X-MAX 250 und X-MAX 125 auf die Räder zu stellen. Die beiden extravaganten Modelle verbinden europäische Qualitätsanmutung auf Premium-Niveau mit modernster japanischer Technologie und bringen so einen besonderen Schick in den Alltag.

Neuigkeiten gibt es auch zum bereits erfolgreich auf dem Markt etablierten Tricity zu vermelden: Dem Dreirad wird eine ABS-Version zur Seite gestellt. Der Stadt-Roller X-City 250 sowie die 50 cm³-Roller JogR und JogRR erhalten Lackierungen in neuen Farben.

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