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Yamaha-Händlerverträge: Jetzt spricht der Importeur

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 27/2017/I), Folge 518: „Yamahas Händlerherz verstimmt“ titelte ich in der letzten Ausgabe dieses Speedlogs. Grund war das von Yamaha Motor Deutschland abgeschickte Kündigungsschreiben an alle Händler und die neuen Vertragsmodalitäten. Der Neusser Importeur hat nun schriftlich auf die »bike und business«-Anfrage reagiert und die Hintergründe des Vorgangs...

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Business Media)

...aus seiner Sicht dargestellt. Im letzten Speedlog ging es um die kürzlich erfolgte Kündigung aller Yamaha-Händlerverträge und die daraus resultierenden Verstimmungen im Händlernetz. Weil ein solcher Vorgang stets polarisiert und die Medaille immer zwei Seiten hat, ist es wichtig, auch die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Nur so entsteht ein objektives Bild der Realität.

Und so freute ich mich, dass ich am Montag Morgen die Antwortmail aus Neuss in meinem E-Mail-Postfach fand. Die Stellungnahme des Pressechefs des Importeurs im Wortlaut:

„ - Es ist richtig, dass wir allen Händlern die Verträge gekündigt haben und gleichzeitig einen neuen Vertrag zugeschickt haben. Das war für die Händler aber keinesfalls eine Überraschung, sondern wurde ihnen bereits vor vier Wochen angekündigt.

- Der alte Vertrag ist mittlerweile 15 Jahre alt und es war notwendig, die Vertragsinhalte den aktuellen EU-Bestimmungen anzupassen. Es hat sich halt vieles geändert in den vergangenen Jahren – auch organisatorische Dinge wie Tools/Programme für die Verkaufsplanung und das Bestellen von Fahrzeugen und Teilen/Zubehör.

- Im Bericht ist von einer Frist vom 19. August für die Vertragsunterzeichnung die Rede – das ist falsch. Die Frist wurde auf den 30. September gesetzt.

- Es sind auch keine externen Agenturen unterwegs, um ,bauliche Standards .... zu überprüfen'. Richtig ist, dass wir unseren ebenfalls schon aus dem Anfang der 90er Jahren stammenden Außenauftritt (Leuchtwerbung an Gebäuden und Pylon) neu gestalten werden. Und hierfür haben wir einen Dienstleister beauftragt, der das in unserem Auftrag realisieren wird. Also eine völlig normale Angelegenheit nach so vielen Jahren.

- Sehr betroffen sind insbesondere unsere Kollegen des Außendienstes durch die Äußerung, dass der Außendienst ,auf Tauchstation' sei. Das stimmt in keiner Weise. Die Kollegen sind ständig im Handel unterwegs und – ebenso wie der Verkaufsinnendienst – telefonisch oder per E-Mail erreichbar.

- Und damit möchten wir die Diskussion über ein Thema, das ausschließlich unsere Fachhandelspartner und uns angeht, in der Öffentlichkeit beenden. Wir stehen für direkte Anfragen unserer Händler zur Verfügung, werden aber keine weiteren Stellungnahmen an Dritte abgeben.“

Also, liebe Yamaha-Händlercommunity – der Importeur hat gesprochen. Bei Fragen zum neuen Vertrag steht die Zentrale in Neuss und der Außendienst jederzeit zur Verfügung. Tauchstation war gestern.

Was sonst noch geschah?

Gute Nachrichten für die Marke Yamaha gibt es auf jeden Fall von der Rennstrecke, und zwar vom Monster Yamaha Tech 3-Team! Der sensationelle zweite Platz von Jonas Folger beim Moto-GP am Sachsenring war schon eine tolle Sache. Die Rennstrecke tobte und die rund 165.000 Zuschauer (wegen der hohen Ticketpreise kamen allerdings wieder weniger als die sonst üblichen 200.000 auf die Rennstrecke) waren aus dem Häuschen. Irgendwas von diesem historischen Rennen in den Zeitungen gelesen oder in Funk und TV gesehen? Erstmals fährt ein deutscher Fahrer wieder aufs Siegerpodest, noch dazu im Heimrennen, und einem der größten Sportereignisse der Republik – und die Medien schweigen still. Ich finde: ein Riesenskandal!

So gerne ich mir das omnipräsente Gekicke im Fernsehen anschaue und dem deutschen Confed-Cup-Team zum verdienten Sieg gegen Chile gratuliere – es gibt doch noch andere Sportarten, über die es zu berichten lohnt. Immerhin schaffte es Marcel Kittel, der deutsche Gewinner der Tour de France-Etappe von Düsseldorf nach Lüttich, mal kurz ins Bild. Aber Motorradrennsport, alles was stinkt und knattert (Ausnahme Formel 1) – komplett Fehlanzeige. Was für eine Schande für unsere öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten! Und auch für den Rest der Presse scheinen benzingetränkte Events auf zwei Rädern definitiv pfui zu sein.

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Noch 16 Tage sind es, bis es wieder heißt: Gentlemen and Women start your engines. Auf geht's zu der Branchenausfahrt des Jahres. „Vogel Business Media on the road“ – bereits zum 12. Mal laden die Fachmedienmarken »bike und business«, »kfz-betrieb« und »Fahrzeug+Karosserie« zum gemeinsamen Cruisen mit Business-und Weiterbildungsdrehmoment ein.

Es geht gechillt zu auf der Tour und alles im Rahmen der StVO – versprochen. Alles, was die Teilnahme an einem solchen Motorrad-Event so wertvoll und begehrenswert macht, finden Sie hier. Danke vorab an unsere drei Hauptsponsoren und die zahlreichen Tourförderer, die das Event mit ihren Produkten und Services bereichern. Neu als Tourförderer mit von der Partie ist seit gestern übrigens Andreas Meusel von J+A Zweirad. Er wird den Teilnehmern der Tour seine Motorrad-Airbag-Westen und -jacken der Marke Helite vorstellen. Offizielles Tourbegleitfahrzeug ist ein Skoda-Kodiaq. Am Steuer unsere Eventmanagerin Uschi James. An Bord das »bike und business«-TV mit Kamerateam um Artjom Schwarz (Schollys Motorrad) und Assistent und Interviewer Fabian „Fabi“ Pfeiffer.

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