Yamaha: The Bright Side of Europe

Cityfighter und Racer für die 125-cm³-Einsteigerklasse

| Redakteur: Stephan Maderner

Das Kurvenverhalten der neuen Yamaha MT-125 (re.) und YZF-R 125 (li.) testete »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner in Barcelona und Umgebung.
Das Kurvenverhalten der neuen Yamaha MT-125 (re.) und YZF-R 125 (li.) testete »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner in Barcelona und Umgebung. (Foto: Yamaha/Collage: Elisabeth Haselmann)

Yamaha Europe legt mit den beiden komplett neu eigenentwickelten MT-125 und der YZF-R 125 ein bisher nie dagewesenes europäisches Selbstbewusstsein an den Tag. »bike und business« hat die beiden rassigen Einsteigerbikes made in Europe in Barcelona Probegefahren.

Die Wahl von Barcelona als Stadt für die Präsentation der beiden neuen Einsteigermodelle MT-125 und YZF-R 125 war ein kluger Schachzug von Yamaha Europe. Denn die katalonische Metropole ist in Sachen Motorradkultur ein echter Vorreiter. Scooter und Bikes prägen das Straßenbild wie sonst nur noch in Paris, Mailand oder Rom. Die Moped-Dichte in der Boomtwon an der Costa Brava hat fast schon asiatische Züge. Viele junge Menschen leben und studieren oder arbeiten hier, zumeist schwören sie auf individuelle Mobilität. Und da spielt jene auf zwei Rädern eine große Rolle. Auf dem Uni-Campus sind Pkw auf den Parkplätzen eine Rarität. Zweiräder sind auf den Straßen eine Macht, Autos am Ampelstart stehen in der der zweiten oder dritten Reihe.

Das ideale Umfeld also, um Yamahas neuen Cityfighter MT-125 und die neue kleine Rennsemmel YZF-R 125 zu testen. Die internationalen Fachjournalisten stießen auf zwei verschiedene Fahrzeugcharaktere, die auf einer gemeinsamen Plattform beruhen, der mit 70 neuen Teilen rundum erneuerten YZF-R 125. Von diesem Modell wurden seit dem Produktionsstart im Jahr 2008 respektable 45.000 Einheiten verkauft. Nach sechs überaus positiven Jahren war es also an der Zeit, einen solchen Verkaufsrenner zu überarbeiten, um ihn auch in Zukunft in der Erfolgsspur zu halten.

Kreiert, entwickelt und produziert haben die beiden neuen Modelle in der Einsteigerklasse das Team Yamaha Europe. Produktplaner Oliver Grill (Deutschland), Projektleiter Allessandro Ghezzi (Italien) und Designer Olivier Béboux (Frankreich) präsentierten ihr Baby in Barcelona mit sichtlich stolz geschwellter Brust. Geplant und entwickelt wurden die beiden Einsteigermodelle in Yamahas Research & Devolpment Center Monza, produziert und montiert wurde im französischen Werk Saint Quentin und die Werbe- und Marketingtrommel rührt man in Amsterdam! Ein echtes europäisches Gemeinschaftswerk also.

Die 2.700 Händler auf dem alten Kontinent dürfen sich jedenfalls freuen, wenn sie ab August für die bikeaffinen Jugendlichen wieder zwei tolle neue Einsteigerbikes im Programm haben. Während die MT eher auf das Lifestyle-Segment abzielt, schlagen die Racing-Gene der YZF-R 125 voll durch. Die beiden Maschinen sind solide verarbeitet, weisen ein modernes, ansprechendes Design auf, überzeugen durch stabile Fahreigenschaften und knackig zupackende Bremsen. Der sparsame Verbrauch dieser kleinen Nähmaschinen verblüffte. Keiner der Testfahrer schaffte es trotz unablässigen Gashahn-bis-zum-Schaltblitz-Drehens, mehr als 2,2 Liter Benzin auf 100 Kilometer von flüssig in gasförmig zu verwandeln. Okay, die 11 kW und und 12,5 Nm Drehmoment sind für Big-Bike-verwöhnte Motorradveteranen wie unsereins nicht gerade der Brüller. Doch bin ich mir ziemlich sicher. Wäre mir das Teil von 35 Jahren über den Weg gelaufen, hätte ich alles dafür gegeben. Sogar das letzte Hemd!

Welche technischen Raffinessen sich die europäischen Entwickler für die beiden klasse Einsteigerbikes haben einfallen lassen, lesen Sie in den nächsten beiden Kapiteln (dort gibt es auch opulente Bildergalerien). Fest steht, dass der Werbeslogan „The dark side of Japan“ für die MT-125 und die YZF-R 125 eigentlich nicht so recht passen will. Besser wäre das Gegenteil: „The bright side of Europe“ (bright = hell) . Das träfe das neue Selbstwertgefühl der Marke auf dem alten Kontinent besser.

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