Yes, we Can-Am: ein Jet-Ski für Asphalt-Cowboys

Auf Testfahrt mit dem Dreirad an der Algarve

| Redakteur: Stephan Maderner

Der Autor auf dem Can-Am Spyder RT-S macht die portugiesischen Highways (un)sicher.
Der Autor auf dem Can-Am Spyder RT-S macht die portugiesischen Highways (un)sicher. (Foto: Can-Am)

Mit dem neuen Rotax-Dreizylinder für den Spyder Roadster RT katapultiert sich der kanadische Dreiradhersteller Can-Am in die Champions League der Touring-Klasse für Frischluftfans mit Motorrad-Attitude.

Passanten und Autofahrer reiben sich die Augen, wenn sie die beeindruckende Frontkulisse des neuen Can-Am Spyder Roadster RT zu Gesicht bekommen. Smartphones werden in die Höhe gereckt und Fotos geschossen. Unwillkürlich fangen die Betrachter an, den Daumen nach oben zu recken. Kinder beginnen reflexartig zu winken. Dieses Fahrzeug ist ein kommunikativer Renner, der Fahrer und Gefährt sofort in positiv besetzte Diskussionen verwickelt, wird man seiner angesichtig.

Kaum kommen die Testfahrer der internationalen Produktpräsentation vom 5. bis 7. März an der portugiesischen Algarve irgendwo zu stehen, kommen sie mit der autochtonen Bevölkerung oder den vielen Touristen dieses reizvollen Landstrichs im Südwesten Europas ins Gespräch, und zwar stante pedes. Zwei Räder vorne, eines hinten? Was ist denn das für eine Fahrzeugkategorie? Auf jeden Fall eine eigene. Die Y-Konstruktion des außergewöhnlichen fahrbaren Untersatzes verrät einiges über die Herkunft der kanadischen Firma BRP (Bombardier Recreational Products) aus Valcourt (Québec), die einst mit motorisierten Schneemobilen und Jet-Skis groß geworden ist. Der Spyder Roadster ist kein Auto, kein Motorrad und auch kein Trike. Und doch bestens geeignet auf große Fahrt zu gehen. Ein heißer Jet-Ski auf Rädern, der auf Asphalt für coolen Vortrieb sorgt.

Das Teil ist vor allem für Pkw-Fahrer „easy to handle“. Um diesen spacigen Asphaltflitzer pilotieren zu dürfen, benötigt man lediglich eine Pkw-Fahrlizenz; in Deutschland muss leider seit 19. Januar 2013 ein gültiger Motorradführerschein vorgezeigt werden. Doch auch für den eingefleischten Zweiradfahrer mit „open mind“ für technische Innovationen hält der Spyder durchaus Fahrspaß bereit, wenngleich die Fahrphysik wirklich eine andere ist.

Ungewohnt für den Biker sind bei der Halbautomatikvariante die fehlenden Hebel für Kupplung und Handbremsen. Verzögert wird mit einem Tritt auf die Fußbremse rechts, der die Bremswirkung sogleich sanft oder brachial auf alle drei Räder verteilt. Wenn der Fahrer es möchte, wirft der Spyder den Rettungsanker in den Teer. Links an der Lenkung sorgt ein leichter Daumendruck fürs Hochschalten. Manuell lassen sich die Gänge dann per Zeigefinger Runterschalten oder dieser Job wird zuverlässig von der Software erledigt.

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