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ZDH: Wirtschaft 4.0 statt Industrie 4.0

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Statt der Großindustrie soll die Bundesregierung den Mittelstand in den Fokus nehmen. ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer forderte auf der Bundestagung des ZDK mehr Einsatz für Handwerksbetriebe.

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ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer
ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer
(Foto: Zietz)

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat von der Bundesregierung mehr Einsatz für die mittelständischen Handwerksbetriebe gefordert. „Die Investitionen in die Digitalisierung reichen nicht aus“, nannte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer als Beispiel in seiner Rede auf der ZDK-Bundestagung in Frankfurt.

Bis 2018 will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Datenübertragung verbessern. Verbesserte Leitungen sollen spätestens dann eine Durchlässigkeit von mindestens 50 MB pro Sekunde sicherstellen – zu wenig aus Wollseifers Sicht: „Hier wird nur eine Schnellstraße gebaut, wir brauchen aber Datenautobahnen mit 100 MB.“

Zudem setzt die Bundesregierung aus Sicht des ZDH-Präsidenten die falschen Schwerpunkte: „Wir brauchen einen mittelstandskompatiblen Ansatz“, stellte Wollseifer klar. „Statt Industrie 4.0 sollte es Wirtschaft 4.0 heißen.“

Änderungen sind dringend notwendig, denn zahlreiche Handwerksbetriebe fühlen sich von der digitalen Entwicklung bedroht. Laut Wollseifer fühlt sich jeder zehnte Handwerksbetrieb aufgrund des fehlenden schnellen Internets für die Zukunft nicht gerüstet. Etwa jeder fünfte Betrieb klagt derzeit über einen zu langsamen Internetanschluss.

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