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Zeitreise: Das Motorrad, heute ein Freizeitspaß

| Autor / Redakteur: mid / Viktoria Hahn

Am 5. Juni 1978 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 27. Jahrgang über Motorräder. Liest sich heute, 40 Jahre später, aktueller denn je.

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In den 1960er Jahren wurde das Motorrad als Symbol einer Rockerbewegung abgewertet.
In den 1960er Jahren wurde das Motorrad als Symbol einer Rockerbewegung abgewertet.
(Bild: Pixabay)

Das Motorrad war in seiner Vergangenheit zahlreichen Wandlungen unterworfen. Nach dem letzten Krieg war es kostengünstiges Fortbewegungsmittel für eine breite Bevölkerungsschicht, während es dann in den 60er Jahren als Symbol einer Rockerbewegung abgewertet wurde. Heute hat es sich „gemausert“ zu einem Statussymbol einer Freizeitbeschäftigung für „gestandene“ Männer. Wer heute ein echtes Fahrerlebnis, verbunden mit einem Hauch Abenteuer sucht, greift zum Motorrad. Da sind neben den immer noch zahlreichen jungen Leuten verstärkt Familienväter, Manager und auch Frauen mit von der Partie, die in der Woche brav mit dem Auto fahren, am Wochenende und am Feierabend jedoch das „Glück“ auf dem Rücken von zwei motorisierten Rädern suchen.

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Motorradfahrer sind Frühaufsteher

Schon in aller Frühe bricht der passionierte Motorradfahrer(in) samstags oder sonntags auf, um dem Verkehr zu entgehen und ungestört vom alltäglichen Verkehrsgeschehen fahren zu können. Die einen suchen ihr "Erlebnis" in der sportlichen Maschine mit schneller Fahrweise, die anderen bevorzugen das Touren-Motorrad mit gemäßigtem Temperament. Landstraßen, die möglichst bergig und kurvenreich sein müssen, sind das bevorzugte Terrain. Hier ist die Verbundenheit von Mann beziehungsweise Frau und Maschine mit der Straße am größten und das Wechselspiel zwischen Abbremsen, Herunterschalten, Schräglage und Beschleunigung am intensivsten, das Gefühl der Freiheit und Leichtigkeit berauschend. Nebenher werden die Schönheiten der Natur, der Geruch der Luft und der kühle Fahrtwind genossen. Ausritte mit einem „Sozius“ oder im Kordon mit anderen Motorrädern erhöhen den Reiz und sorgen für Geselligkeit in den Pausen.

Das Motorrad, ein Bastelspaß

Für Bastler, die immer das eine oder andere verbessern möchten, bietet das Motorrad ein reiches Betätigungsfeld. Von der Leistungssteigerung des Motors über nachrüstbare Renn- oder Touren-Verkleidungen bis hin zum Chopper-Umbau reicht das Angebot. Aber auch weniger begabte Bastler" finden Ruhe und Ausgleich bei leichten Wartungs- und Pflegearbeiten, denn wegzudenken ist die „Tüftelei“ trotz erhöhter Zuverlässigkeit der modernen Maschinen keineswegs.

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