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Zero S: Erste Islandreise mit einem Elektromotorrad

5.700 Kilometer auf großer Tour mit einem Strommotorrad – geht das? Uwe Reimann und seine Zero S wollen beweisen, dass das funktionieren kann. Wenn man entsprechend plant und die richtigen Ladekabel an Bord hat.

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Unter Strom: Uwe Reimann mit seiner serienmäßigen Zero S auf großer Fahrt.
Unter Strom: Uwe Reimann mit seiner serienmäßigen Zero S auf großer Fahrt.
(Bild: Uwe Reimann)

Uwe Reimann (54) aus Leonberg ist seit dem 1. Juni mit seinem vollelektrischen Motorrad Zero S unterwegs nach Island. Die Maschine des kalifornischen Herstellers Zero Motorcycles hat eine Reichweite von etwa 140 Kilometern. Mit einem externen Schnellladegerät ist das Motorrad in 75 Minuten wieder aufgeladen.

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Dementsprechend gut ist die Reise geplant: „Ich habe Etappen von 100 bis 130 Kilometern vorgesehen“, sagt Reimann. „Auf Island gilt es, die speziellen Verhältnisse bei Wind zu berücksichtigen.“ Auch die Lademöglichkeiten auf der Atlantikinsel hat er vorab genau studiert und teilweise abgefragt. Dank selbst gebauter Adapterkabel kann er flexible Lademöglichkeiten nutzen: Standardsäulen mit Typ 2-Steckern – wie beim Elektroauto –, rote Drehstrom- oder blaue Campingsteckdosen sowie über Nacht bei den Unterkünften.

Die Anreise zur Fähre im Norden Dänemarks beträgt über 1.200 Kilometer; in Island sind 3.200 Kilometer geplant. Fahren will der 54-Jährige dort hauptsächlich auf der Ringstraße, die entlang der Küste rund um die Insel führt. Insgesamt soll das Elektromotorrad eine Reisestrecke von 5.700 Kilometern zurücklegen.

Das Motorrad nutzt Reimann seit Herbst 2016 täglich für den 86 Kilometer langen Weg zur Arbeit und zurück. „Damit bin ich flexibler unterwegs als mit dem Auto“ sagt er. Die Zero S befindet sich für die Islandreise im serienmäßigen Zustand und hat vor der Abfahrt bereits 28.000 Kilometer zurückgelegt.

Weitere Informationen zur Reise und ein Blog über den Verlauf gibt es im Netz.

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