ZTK Erlebniswelt und Zweirad Technik melden Insolvenz an

Geschäftsbetriebe in Schneverdingen und Uelzen laufen weiter

| Autor: Stephan Maderner

ZTK Könemann und Zweirad Technik hat Insolvenz angemeldet.
ZTK Könemann und Zweirad Technik hat Insolvenz angemeldet. (Bild: ZTK Könemann)

Die niedersächsischen Motorradhändler ZTK Erlebniswelt Motorrad GmbH sowie Zweirad Technik e.K. mit Standorten in Schneverdingen und Uelzen haben am 15. Januar 2018 beim Amtsgericht Celle Insolvenzantrag gestellt.

Im Motorradhandel sind die Wintermonate traditionell die schwierigste Zeit des Jahres. Kunden halten Winterschlaf, es ist die Zeit, in der das Geld knapp wird, wenn die Bestände drücken und die liquiden Mittel dahinschmelzen wie der Schnee in der Frühlingssonne. Nun hat dieses Schicksal zum Jahreswechsel 2017/18 einen ganz großen Motorradhändler ereilt: ZTK Erlebniswelt und Zweirad Technik in Schneverdingen und Uelzen sah sich gezwungen am 15. Januar 2018 beim Amtsgericht Celle einen Insolvenzantrag zu stellen.

Das Ursprungsunternehmen wurde 1982 von Dieter Könemann als „Zweirad-Technik Könemann“ gegründet und verkauft heute neue und gebrauchte Motorräder bekannter Marken wie BMW, Triumph sowie Import-Motorräder der bekannten Marken. Hinzu kommen der Verkauf von Ersatzteilen, Zubehör und Kleidung, ein umfangreicher Werkstattservice sowie der Betrieb eines Bistros. Allein der Standort Schneverdingen hat eine überdachte Fläche von 5.000 Quadratmetern. In der deutschen und internationalen Zweiradszene besitzt das Traditionsunternehmen mit rund 40 Mitarbeitern einen hohen Bekanntheitsgrad.

ZTK Erlebniswelt und Zweirad Technik werden weiterhin mit Zweirädern, Ersatzteilen und Zubehör beliefert. Der Geschäftsbetrieb beider Unternehmen läuft unverändert weiter. Die Gehälter der Beschäftigten werden bis 31. März 2018 durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.

Die vorläufigen Insolvenzverwalter Viktor von Websky und Jens Hamdorf haben sich einen ersten Überblick verschafft und der vollumfänglichen Fortführung der Betriebe zugestimmt. Sie sind aktuell vor Ort und erstellen zusammen mit der Geschäftsführung eine wirtschaftliche Bestandsaufnahme. Welche Optionen sich hieraus für die Sanierung und den Erhalt der Unternehmensgruppe ergeben, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Ebenso können Gründe für die Insolvenz noch nicht genannt werden.

„Der Insolvenzantrag wird in der internationalen Biker-Szene für viel Aufsehen sorgen und großes Interesse an einer Fortführung hervorrufen“, prophezeit von Websky. „Bei mir haben sich bereits Dutzende Kunden und Lieferanten gemeldet und mir ihre Solidarität bekundet“, ergänzt Geschäftsführer Dieter Könemann. „Ich baue auf eine tragfähige Lösung, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird.“

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