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Zwei Deutsche im Kyalami-Motorradfieber

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die zweite Auflage des South Africa Bike Festivals 2017 in Kyalami bei Johannesburg war ein großer Erfolg. Mario Müller von The Jekill and Hyde Company Deutschland und der bekannte Motorradmoderator und -Conferencier Frank Sander mischten sich unters Bikevolk.

Impressionen vom 2. South Africa Bike Festival 2017.
Impressionen vom 2. South Africa Bike Festival 2017.
(Bild: Dale Kopping/DK EXPRESSIONS)

Das zweite South-Africa-Bike-Festival war ein voller Erfolg für den Veranstalter. Jede Menge Besucher, zahlreiche Aussteller und eine perfekte Location machten diesen Event zu einem echten Highlight. Direkt auf der legendären Rennstrecke von Kyalami, auf der in den 70er und 80er Jahren die Formel 1 gastierte und heute noch viele Motorrad- und Tourenwagen-Rennen stattfinden, ging das Event dieses Jahr vom 26. bis 29. Mai über die Bühne.

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Alle großen Hersteller on stage

Alle großen Hersteller wie Harley, Indian, Victory, KTM, BMW usw. waren dort vertreten. Dazu gesellten sich diverse Zubehörlieferanten und eine Food-Meile mit ca. 15 Trucks so wie Getränkeständen und natürlich die Rocco-Mamas-Custom-Bikeshow. Der erste Eindruck der Show war, dass dort nichts anders ist als in Europa. Biker sitzen gemütlich beim Bier, schlendern durch die Boxengasse und schauen sich die Bikes und das Zubehör, sowie die Schmuck- und Bekleidungsstände an.

Afrikaner hungrig nach Custombikes

Doch auf den zweiten Blick merkte man den Unterschied. Die Einheimischen sind hungrig nach Neuheiten, führen viele Fachgespräche mit den Ausstellern und im Customizing merkt man, dass Nachholbedarf besteht, da man dort nur ein begrenztes Potenzial an Customizern vorfindet. Das merkte auch Mario Müller von The Jekill and Hyde Company aus Dettelbach, der dort nur einmal den Markt checken und hinterher Urlaub verbringen wollte. Ein Termin jagte den nächsten, denn sowohl Harley, Indian, BMW und KTM hatten verstärktes Interesse an dessen Auspuffsystemen.

Die Bikeshow spiegelte das allgemeine Interesse der Biker wider und somit waren neben den V2-Bikes auch viele Straßenmotorräder und Streetfighter zu sehen. Den größten Teil machten jedoch vorbildlich aufgebaute Cafe Racer aus, die mit viel Liebe zum Detail aufgebaut waren. Einige davon sind demnächst in Deutschland zu sehen. Denn Eric, ein Schrauber wie er im Buche steht, trennte sich von einigen BMW-Cafe Racern, um mit seinen 65 Jahren neue Projekte zu starten. Bei der Bikeshow durfte der bekannte Motorradmoderator Frank Sander mit zwei Legenden aus Südafrika zusammenarbeiten. Malcom alias Butch, ein Enthusiast, der über 20 alte Bikes sein eigen nennt und selber schraubt und Grant Mc. Nicol, der Magazinherausgeber und Veranstalter der „Ink and Iron Shows“, hatten gemeinsam mit Sander und Mario Müller die Aufgabe, über 50 Bikes zu bewerten, die bunt gemischt inklusive einer Motocross- und Scooter-Klasse auf der Aussichtsplatform der Boxengasse präsentiert wurden. Zur Siegerehrung am Show-Samstag wurden die Bikes auf der Bühne auf einer Leinwand präsentiert, während die Bikes in der Show stehen blieben, um sich am Sonntag der Publikumswahl zu stellen. Aus ihr ging eine Sporty des örtlichen Harley-Davidson-Händlers und eine Big Bear als Sieger hervor.

Buntes Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm umfasste mehr als zehn Bands, Freestyle-Action und einiges mehr. Zudem konnten die Besucher die Bikes aller anwesenden Marken auf dem legendären Track testen, wovon auch die beiden deutschen Besucher Gebrauch machten. Sander und Müller bretterten von einem Instruktor angeführt, nacheinander eine BMW R nineT und eine Sportster um die Rennstrecke, wobei der Instruktor scheinbar vergaß, das es kein Rennen ist und somit die Fußrasten der Sportys extrem gelitten haben.

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